Ein Rennen am Limit

"Endurance-Masters": Über 90 Fahrer auf Steinitzer Motocross-Strecke am Start

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Schneller, höher, weiter: Die jüngsten Fahrer gaben auf der 2,2 Kilometer langen Steinitzer Piste alles und zeigten vollstes Risiko. 

Steinitz – Geschwindigkeit ist nicht alles, was zählt. Das Können auf dem Quad ist ein ausschlaggebender Punkt, um ganz vorn mitmischen zu können.

Die „Endurance-Masters“ – eine deutschlandweite Motorsportveranstaltung – hat am Sonnabend auf dem Platz des Motocross-Vereins Steinitz halt gemacht, um durchzustarten.

Über 90 Fahrer ab sechs Jahren gingen dort an den Start. Sie kamen aus Österreich, Tschechien und Polen in die Altmark. Die Temperaturen waren nicht gerade berauschend, um draußen etwas unternehmen zu wollen. Für die Teilnehmer eine zusätzliche Herausforderung, denn der Fahrtwind ließ Hände und Körper schneller auskühlen.

Anspruchsvolle Hindernisse – wie das Überfahren eines Lkw – mussten bewältigt werden.

Doch die Quad-Fahrer haben einen dicken Pelz. Das Adrenalin und ausreichend Kleidung ließen sie auf ihren Fahrzeugen schwitzen. Hinzu kommen die vielen Hürden auf der 2,2 Kilometer langen Strecke, wie ein Lkw-Anhänger, den die Teilnehmer durchfahren mussten. Da schlug der Puls schon schneller.

Veranstalter des Rennes war Hans-Georg von der Marwitz. Für die Sicherheit und den hervorragenden Zustand der Strecke zeichnete der altmärkische Verein verantwortlich. Wie von der Marwitz vor der Siegerehrung der Gruppe „Kids“ und „Youngsters“ mitteilte, sei er über die Qualität der Fahrbahn und die Herausforderungen auf der Rennstrecke sehr positiv überrascht. Ein Plus für den Motocross-Verein Steinitz, verbunden mit der Hoffnung, dass die „Endurance-Masters“ bald wieder bei ihnen auf dem Terminkalender stehen. Und beim nächsten Mal vielleicht mit noch mehr Fahrern.

Die „Endurance-Masters“ verlangten den Quad-Piloten einiges ab. Neben Geschwindigkeit war meisterhafter Umgang mit dem Fahrzeug gefragt. Dazu kam bei den Hindernissen eine gehörige Portion Geschick.

Denn wie der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Peter Döbbelin, der Altmark-Zeitung schilderte, habe Hans-Georg von der Marwitz den Ablauf der Veranstaltung geändert. „Die Saison startete immer im Frühling und endete mit dem Herbst“, so Döbbelin. Und erklärte: „Nun ist es anders herum.“ Der Grund dafür seien die trockenen Sommer und die erhöhte Waldbrandgefahr. Deshalb mussten Rennen abgesagt werden, so wie es den Steinitzern im vergangenen Sommer beinahe selbst passiert wäre. Solch ein Risiko will der Betreiber nicht mehr eingehen und stellte den Zeitplan um. „Daran müssen sich viele Fahrer noch gewöhnen“, sagte Peter Döbbelin. „Daher kommen eventuell geringere Teilnehmerzahlen.“

Auf die Jugend des Vereins ist der Vorstandsvorsitzende besonders stolz. Sie erreichten in den Kategorien „Kids“ und „Youngsters“ jeweils den fünften, vierten und dritten Platz. Auch wenn es nicht für einen Sieg reichte, so fuhren die Jungs aus Steinitz unter dem Motto: Dabeisein ist alles. „Derzeit haben wir einen guten Lauf bei unserem Nachwuchs. Insgesamt sind 19 Mädchen und Jungen in der Kinder- und Jugendmannschaft angemeldet“, kommentierte Peter Döbbelin abschließend.

VON PAUL W. HIERSCHE 

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