Endlich, endlich ...

Anstoßen auf das Hospizbüro: Am Montag, 4. Oktober, können Interessierte beim „Nachmittag der offenen Tür“ ab 14.30 Uhr die neuen Räume kennen lernen.

mei Salzwedel. „Endlich, end-lich...“, kommentierte gestern eine überglückliche Sabine Spangenberg, dass der Hospizverein nach acht Jahren ehrenamtlicher Arbeit ein eigenes Büro eröffnen konnte.

Ohne die 10 000 Euro aus Steinitz hätten die Hospizler um Vorsitzende Sabine Spangenberg die neuen Räume unterm Dach des Ärztehauses an der Karl-Marx-Straße nicht beziehen können. Damit sind Miete und Betriebskosten für zweieinhalb Jahre gesichert.

Ab sofort können in dem neuen Büro nicht nur die Sprechstunden (jeden Donnerstag 15 bis 18 Uhr) stattfinden, sondern auch die Arbeitsgruppen tagen und diverse Kurse laufen. Auch Fachliteratur können sich Interessierte dort ausleihen. Und natürlich mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen. 40 Mitglieder zählt der Verein, zwölf davon sind so genannte Begleiter, die Sterbenden und deren Angehörigen in der schweren Zeit zur Seite stehen. Im vergangenen Jahr gab es 13 solcher Begleitungen, die zwischen einigen Tagen und mehreren Jahren dauern können, in diesem Jahr bislang acht. Krankenhäuser, Altenheime, Pflegedienste oder Angehörige sind es, die die Verbindung zum Hospiz suchen. „Wir arbeiten kreisweit“, unterstreicht Sabine Spangenberg.

Wie wird man „Begleiter“? Manchen hat eigenes Erleben dazu bewogen. „Ich bin Altenpflegerin, habe auf Arbeit nicht die Zeit zum richtigen Begleiten. Das kann ich beim Hospiz geben“, schildert eine Frau ihre Beweggründe.

Der Verein ist nach wie vor auf Spenden angewiesen. Die Möbel für das neue, 34 Quadratmeter große Büro stammen übrigens aus Stadtwerke-Beständen (Jeetzeschule).

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