Für einen Euro mehr

Eintrittspreise in Märchenpark und Spielscheune steigen ab 2022

Märchenpark
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78 000 Besucher erwartet Geschäftsführerin Cornelia Wiechmann im kommenden Jahr im Märchenpark Salzwedel.
  • VonArno Zähringer
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Zum neuen Wirtschaftsjahr steigen die Eintrittspreise für den Märchenpark und die Spielscheune um einen Euro für Erwachsene und Kinder.

Salzwedel – Dieser Empfehlung des Aufsichtsrats der Freizeit und Service GmbH (FuS) ist nun der Finanzausschuss der Stadt Salzwedel bei vier Ja-, zwei Neinstimmen und zwei Enthaltungen gefolgt. Von der Preiserhöhung ausgenommen sind die Fünfer- und Jahreskarten.

Trotz der Mehreinnahmen aus dem Eintritt wird für das Geschäftsjahr 2022 ein Verlust in Höhe von rund 152 000 Euro erwartet. Dieser muss über den städtischen Haushalt im laufenden Geschäftsjahr ausgeglichen werden – in vier gleichen Raten.

Stadträtin Ute Brunsch (Linke) wollte wissen, ob es möglich wäre, die Preiserhöhung zu verschieben. „Nein, das können wir nicht verschieben“, entgegnete Bürgermeisterin Sabine Blümel. Schließlich hätte man bereits überall moderate Preise. Zudem handle es sich beim Märchenpark um eine freiwillige Aufgabe der Stadt, und deshalb gelte die Devise: Leben und leben lassen. „Das ist ein Kraftakt, der dort geleistet wird“, lobte Blümel und wies darauf hin, dass es im Park immer gut, gleich und sauber aussehe. Wolfgang Kappler (Land bis Stadt) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Preise seit sechs Jahren unverändert seien.

FuS-Geschäftsführerin Cornelia Wiechmann begründete die Preiserhöhung damit, dass die Lohn- und Unterhaltungskosten in den vergangenen Jahren gestiegen seien. „Im Planjahr 2022 muss von höheren Kosten für Heizung und Strom sowie Einkaufswaren aller Art ausgegangen werden.“ Und Bürgermeisterin Sabine Blümel ergänzte, dass einige Stellenbewertungen den dazu gehörenden Tätigkeiten angepasst worden seien. Zudem wurde eine Gärtnerin eingestellt.

Für 2022 geht Wiechmann in ihrer Planung von rund 78 000 Gästen aus. Davon 25 000 in der Spielscheune, der Rest im Märchenpark. Dies entspreche einem normalen Geschäftsbetrieb, ohne die Auswirkungen coronabedingter Schließungen. Wesentliche Planungsprämissen für 2022 seien deshalb die Einschätzungen der Besucherzahlen und die Planung kostenintensiver Erhaltungsmaßnahmen.

2019 besuchten 87 774 Menschen den Märchenpark, 2018 waren es 81 228. Im vergangenen Jahr – geprägt durch Corona und der Schließung des Märchenparks, der Spielscheune und des Duftgartens – konnten immerhin noch 53 644 Gäste begrüßt werden.

Torsten Weimert (Sachkundiger Einwohner Freie Fraktion) wollte wissen, ob 2022 mehr eigene Veranstaltungen im Märchenpark geplant seien. „Wir hätten gerne mehr gemacht, aber wir haben Corona. Lassen Sie uns darüber diskutieren, wenn wir aus der Pandemie raus sind“, antwortete Bürgermeisterin Blümel.

Und laut Cornelia Wiechmann werden im Märchenpark auch Veranstaltungen ausgerichtet, die nicht kostendeckend sind. Dies liege an einem großen Personalaufwand, der bei solchen Veranstaltungen betrieben werden müsse. Allerdings hält die Geschäftsführerin Bühnenprogramme für „nicht unbedingt erforderlich“, denn viele Gäste der Freizeiteinrichtung wollen einfach nur den Garten und den Park genießen.

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