„So einfach wie Händewaschen“

Salzwedeler nutzt als einer der Ersten die Identifikation per Smartphone

Salzwedel – Zum Beantragen von Arbeitslosengeld ist die persönliche Arbeitslosmeldung grundsätzlich unerlässlich.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation erfolgt die Arbeitslosmeldung im Moment jedoch telefonisch (die sonst im persönlichen Gespräch stattfindende Identitätsprüfung muss dann später nachgeholt werden). Seit Anfang Juli steht dafür ein neues digitales Verfahren zur Verfügung.

Als einer der ersten Kunden der Agentur für Arbeit Salzwedel hat Christopher Klein das sogenannte Selfie-Ident-Verfahren genutzt. Er hat seinen Job als Kellner in einem Salzwedeler Restaurant in Folge der Corona-Pandemie verloren. Auch wenn er weiterhin mit seinem Arbeitgeber in Kontakt steht, musste er sich zunächst arbeitslos melden und Arbeitslosengeld beantragen.

Christopher Klein wurde durch ein Anschreiben der Bundesagentur für Arbeit auf das Selfie-Ident-Verfahren hingewiesen, das auch einen QR-Code enthält. Die eigentliche Identitätsprüfung erfolgt über die App „Nect“, die kostenfrei im Apple Store und Google Play Store heruntergeladen werden kann. Das Ergebnis wird anschließend sicher elektronisch an die Arbeitsagentur übertragen.

„Die App hat mir gut erklärt, was ich machen muss“, sagt Klein. „Wenn man den Erklärungen genau folgt, dauert der ganze Vorgang insgesamt maximal fünf bis zehn Minuten und ist so einfach wie Händewaschen“, ergänzt er.

Was braucht man alles für das Selfie-Ident-Verfahren?

Alle Kundinnen und Kunden, deren Identifikationsprüfung noch erforderlich ist, werden automatisch angeschrieben und müssen nicht von sich aus aktiv werden. „Benötigt werden neben dem Anschreiben ein internetfähiges Smartphone mit Kamera sowie ein gültiger Personalausweis oder Reisepass mit holografischem Merkmal“, erklärt Matthias Kaschte, Chef der Stendaler Arbeitsagentur. „Das Angebot ist einfach, bequem und freiwillig“, macht Kaschte noch deutlich.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Andreas Arnol

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