Aktion Musik baut mit Salzwedelern asiatische Schwirrbögen

So einfach und dennoch genial

Norman Hundt (r.) von Aktion Musik und FSJlerin Agnes Burrer ließen am Mittwoch gemeinsam die Schwirrbögen vor dem Airdome R66 vor der Katharinenkirche in Salzwedel erklingen. fotos (2): Paul w. hiersche
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Norman Hundt (r.) von Aktion Musik und FSJlerin Agnes Burrer ließen am Mittwoch gemeinsam die Schwirrbögen vor dem Airdome R66 vor der Katharinenkirche in Salzwedel erklingen. fotos (2): Paul w. hiersche

Salzwedel – Zwei halbe Korken, ein 70 Zentimeter langes Stück Holz, dazu etwas Leim und eine etwas längere Schnur sowie einmal Geschenkpapierband – fertig ist der asiatische Schwirrbogen.

Diesen bauten die Mitglieder vom Verein Aktion Musik / „Local Heroes“ gemeinsam mit interessierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am Mittwoch an der Salzwedeler Katharinenkirche.

Bei heißen 27 Grad und Sonnenschein über dem gesamten Altmarkkreis waren das die besten Voraussetzungen, um den Airdome R66 an der Katharinenkirche wieder aufzubauen. Diesmal stand jedoch nicht das Maskennähen im Vordergrund. Vielmehr sollte durch das Bauen eines asiatischen Schwirrbogens die Kreativität von Kindern und Jugendlichen gefördert werden.

„Die Idee hinter dem Vorhaben ist es, zu zeigen, wie man mit minimalem Einsatz das Maximale herausholen kann“, so Norman Hundt von Aktion Musik, „zudem will ich, dass Asien wieder mit positiven Gedanken assoziiert wird, anstatt nur mit Corona in Verbindung gebracht zu werden.“

Zum Spielen des Schwirrbogens benötigt es keine große musikalische Vorerfahrung – nur etwas Geschick und Körpergefühl. Der Bogen wird durch die Luft gewirbelt beziehungsweise geschwirrt. Dadurch fängt das Geschenkpapierband an zu schwingen und es entsteht ein Ton. „Dieser kann sogar meditativ wirken. Und wenn man sich sogar mehr auf das Instrument einlässt, spürt man die Vibration des Bandes am eigenen Körper“, erklärte Hundt den Interessierten.

Umso mehr Schwirrbögen gleichzeitig gespielt werden, umso interessanter werde die Geräuschkulisse. „Es wäre zudem auch ein gutes Schulprojekt. Erfahrungen könnten so in Kunst, Werken, Sport und Physik gemacht werden. Kontext bezogenes Denken und Lernen kann damit gefördert werden“, nannte der Salzwedeler als Idee. Norman Hundt hat mit solchen Bauprojekten bereits in Berlin sehr gute Erfahrungen gemacht. „Die Kinder waren richtig begeistert“, so der Salzwedeler. Das gute Gefühl, etwas erschaffen zu haben, will er nun auch in der Baumkuchenstadt bei den Jüngeren verankern.

Er leitete das Bauvorhaben an und zeigte den interessierten Hansestädtern, wie das Instrument gebaut wird. Gleichzeitig nähte die FSJlerin von Aktion Musik Agnes Burrer kleine „Local Heroes“-Taschen, in denen ein kostenloser Bauplan sowie Baumaterialien mitgenommen werden konnten. Das gesamte Airdome R66-Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

VON PAUL W. HIERSCHE

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