Angeklagter (31) zertrümmert seinem Opfer Augenhöhle, bricht Kiefer und Nase

Mit einem Schlag Gesicht gebrochen

klü Salzwedel. Ein gemütlicher Abend mit alten Bekannten endete für einen 29-Jährigen Salzwedeler mit einer Verurteilung wegen Körperverletzung.

Der gelernte Verkäufer und Konstruktionsmechaniker hatte mit einem einzigen Faustschlag einem ehemaligen Bekannten das Gesicht gebrochen.

Im Gericht

„Sie müssen mit einer wahnsinnig brachialen Gewalt zugeschlagen haben“, brachte es die Staatsanwältin auf den Punkt. Eine gebrochene Nase, eine gebrochene Augenhöhle und einen gebrochenen Kiefer hatte das 31-jährige Opfer vorzuweisen. „Ich kann mir nicht erklären, wie die Situation derart eskalieren konnte“, erklärt der Angeklagte vor Gericht.

Im August 2015 war der Salzwedeler mit seinem Schäferhund auf dem Nachhauseweg, als er eine Gruppe von ehemaligen Freunden vor dem „Schwarzen Adler“ traf. „Ich habe beim Abstellen des Fahrrades eine Sektflasche umgestoßen und habe mich sofort angeboten, Nachschub zu holen“, so der Angeklagte. Einträchtig habe man danach noch auf dem Rathausturmplatz gesessen und etwas getrunken.

Irgendwann, so der Geschädigte, kam es zu einer Rangelei zwischen dem Angeklagten und einem Freund. „Er hat meinen Bekannten vor die Brust und von der Bank getreten. Da bin ich dazwischen gegangen“, erzählt der 31-Jährige, bei dem am Ende ein Promillewert von 1,53 festgestellt wurde.

Er habe nur seinen Hund verteidigen wollen, denn sein Gegner habe dem Tier gedroht, so der Angeklagte, der bereits einen Strafregistereintrag wegen Körperverletzung hat. Ein weiteres Verfahren wegen schwerer Körperverletzung steht noch aus. Nachdem das Opfer am Boden lag, machte sich der Angeklagte auf und davon.

„Bei diesen Verletzungen können Sie froh sein, dass Ihr Bekannter noch lebt. Das hätte auch anders ausgehen können und dann würden Sie jetzt ins Gefängnis wandern“, erklärte Richter Klaus Hüttermann.

Er verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 3600 Euro. Schmerzensgeld und die Übernahme der Behandlungskosten kommen ebenfalls noch auf den Angeklagten zu.

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