Hausverbinder mit Aufzug, Abitur-Etage, Sporthalle und grünes Klassenzimmer

Die Jeetze-Schule will es wissen: Vier große Bauprojekte

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Der Rohbau des Verbinders, der drei Ebenen aufnimmt, ist fertig. Umschlossen wird das Ganze mit einer Glasfassade.

Salzwedel. Von außen ist auf den ersten Blick nur der Verbinderbau zwischen Haupt- und Nebengebäude inklusive Fahrstuhl zu sehen. Doch die Jeetze-Schule hat noch viel mehr auf dem Projektplan stehen. Die freie Bildungsstätte rüstet für ihre Schüler kräftig auf.

Und das auch ohne Gewissheit auf große staatliche Hilfe. An Fördermittel zu kommen sei sehr schwierig, wie es bei einem Rundgang mit Innenminister Holger Stahlknecht und dem Landtagsabgeordneten Carsten Borchert immer wieder hieß. Ein Beispiel: Der Trägerverein beantragte zur ähnlichen Zeit wie der Kreis finanzielle Hilfe für eine Sporthalle. Das Gebäude am Gymnasium wird bereits genutzt, im einstigen Maschinenhaus bzw. Gießerei haben Fachleute noch einiges zu tun.

Hier soll eventuell bereits in diesem Jahr Sport an erster Stelle stehen. In den oberen Etagen auf der linken Seite entstehen neue Klassenräume für den Unterricht. Einst befand sich in dem Gebäude eine Gießerei. 

Doch auch ohne große staatliche Hilfe lässt die Bildungsstätte nicht locker. „Ich hoffe, dass wir für die Turnhalle noch in diesem Jahr die Erlaubnis für eine Teilnutzung bekommen“, wagte Berthold Schulze, Geschäftsführer der Schule, eine vorsichtige Prognose. Voraussetzung, ist, dass die zuständigen Ämter zustimmen. Dann könnte Sport betrieben werden, obwohl andere Räume noch nicht fertig sind. In dem Objekt entstehen in den nächsten Monaten neue Räume für künftige Abiturienten – von der fünften bis zur 13. Klasse wird in der Gesamtschule unterrichtet. Zudem soll mehr Platz für naturwissenschaftliche Fächer wie Chemie geschaffen werden. „Bisher ist es so, dass Geräte zum Experimentieren an die Plätze geholt werden müssen. Künftig sollen diese an einer Wand installiert sein, sodass die Schüler nur noch von ihrem Platz aus dorthin gehen müssen. Dies spart Zeit“, unterstrich Berthold Schulze.

Berthold Schulze (3.v.l.) erklärte Baupläne, Carsten Borchert (r.) und Holger Stahlknecht lobten das Engagement der Verantwortlichen.

Genutzt wird das vorhandene Gebäude so gut es geht. Mit der Konsequenz, dass die Sporthalle etwas kleiner ist. „Wir haben mit den Fachlehrern darüber gesprochen und Kompromisse erzielt“, so der Geschäftsführer im AZ-Gespräch. Übrigens können dann auch Vereine das Objekt außerhalb der Schulzeit nutzen. Unklar ist noch, wie hoch die Miete sein wird.

Holger Stahlknecht wollte wissen, wie viel pro Monat und Kind privat gezahlt werden müsse. „Maximal 155 Euro“ so Schulleiterin Antje Pochte. Es gibt aber Staffellungen. Um den Unterricht noch besser gestalten zu können, gibt es auch für den Sportplatzbereich Pläne. Aus einem Erdhügel sollen eine naturnahe Tribüne sowie ein grünes Klassenzimmer werden.

Von Christian Ziems

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