Landrat Michael Ziche kritisiert Finanzierung von Bahnübergängen

„Es ist eine Schande“

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Mit maximal 20 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho, darf der Bahnübergang bei Sienau nur befahren werden.

hwp Salzwedel. Als der Bundesfeldweg zwischen der B 190 und K 1002 bei Ritze im Kreisausschuss am Montag nochmals angesprochen wurde, ging Landrat Michael Ziche auf ein Detail ein, dass auch anderen Fahrbahnen betrifft.

Der Altmarkkreis Salzwedel erhält bis 2020 eine feste Summe an Entflechtungsmitteln, um eigene Straßen im Kreis instand zu halten oder neu zu bauen. Allerdings sind auch Bahnübergänge inbegriffen, was dem Landrat ein Dorn im Auge ist.

Schon für die Übergänge der Amerikalinie bei Pretzier, wurde der Kreis zur Kasse gebeten. Allerdings können davon 90 Prozent gefördert werden. Was Ziche aber nicht einsieht: Für Bahnübergänge zu bezahlen, dessen Bahngesellschaft nicht in der Lage sei, trotz drohender Sanktionen zu reagieren. Damit spricht der Landrat die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) an.

„Es ist eine Schande, dass auf unseren Bundesstraßen mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden muss“, sagte Ziche im Kreisausschuss. Auch wären die nötigen Mittel nicht da, um eine komplette Sanierung der Bahnübergänge zu finanzieren. Weiter sagte Ziche: „Die derzeitige Entwicklung der DRE lässt die Baukosten für die Übergänge explodieren.“ Was den Bundesfeldweg angeht, hält der Kreis an seinen Plänen, diesen zu verbreitern, weiterhin fest.

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