Wasserpumpen zu 100 Prozent ausgelastet / Altmärker sollen sparsam mit dem Nass sein

„Ein Großbrand wäre fatal“

Ein Maisfeld bei Brietz: Die Pflanzen lassen ihre Blätter hängen. Es fehlt der dringend benötigte Regen. Auch in anderen Regionen herrscht weiterhin die Trockenheit. Foto: Hiersche
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Ein Maisfeld bei Brietz: Die Pflanzen lassen ihre Blätter hängen. Es fehlt der dringend benötigte Regen. Auch in anderen Regionen herrscht weiterhin die Trockenheit. Foto: Hiersche

hwp Salzwedel. Der diesjährige Sommer bricht in puncto Temperaturen alle Rekorde. In einigen Gebieten Deutschlands soll das Quecksilber auf über 40 Grad gestiegen sein. Die Menschen flüchten sich ins Kühle, Tiere suchen vergebens nach Fressen und Trinken.

Einige Flüsse und Teiche im Altmarkkreis Salzwedel sind schon ausgetrocknet. Zwar steht laut Wetterexperten eine Kaltfront mit gebietsweisen Regen an, aber ob sich die Flora davon erholen kann, bleibt ungewiss.

Das Trinkwasser ist durch die derzeitige Dürre aber nicht gefährdet. „Die Wasserentnahme unserer Pumpstationen passiert in einer Tiefe von 90 bis 95 Metern im zweiten Grundwasserstockwerk“, erklärt der Chef des Verbands Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) Salzwedel, Jens Schütte. „Das eigentliche Grundwasser wird dabei nicht angezapft und unsere Trinkwasserquelle durch Witterungseinflüsse nicht beeinträchtig.“

Dennoch ist Schütte besorgt über die Situation, denn die Pumpen laufen auf Hochtouren. „Die Wasserwerke Siedenlangenbeck, Diesdorf und Nipkendey sind zu 100 Prozent ausgelastet. Sollten wir mehr Wasser fördern, müssten wir Vertragsstrafen zahlen“, so der VKWA-Chef. Und: „Ein Großbrand wäre fatal für die Versorgung.“

Für die Salzwedeler Feuerwehr wurde im Wald bei Groß Gerstedt ein Zugang zu einem großen Frischwasserbecken geschaffen. Dieses beinhaltet rund 150 000 Kubikmeter Wasser. „Bei einem Waldbrand könnten die Kameraden der Wehr so schneller an Löschwasser kommen“, sagt Jens Schütte.

Auch das Verbot der Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern bestehe weiterhin. „An der Situation hat sich seit den vergangenen Wochen nichts Wesentliches geändert“, sagt die Pressesprecherin des Altmarkkreises, Birgit Eurich. „Die Altmärker sollten weiterhin mit jeglichem Wasser sparsam sein.“

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