„Ein Tor für Arendsee“

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In Arendsee gibt es eine Bahnhofstraße. Ob das so bleibt, ist offen. Fleetmark hat eine Straße mit selben Namen und möchte auf diesen nicht verzichten. Darum soll der Stadtrat eine neue Bezeichnung für den betroffenen Bereich in der Seestadt wählen.

Fleetmark / Arendsee / Kleinau / Vissum - Von Chrisitian Ziems

Die Änderung der Straßennamen beschäftigt die Ortschaftsräte der neu zur Einheitsgemeinde Arendsee gekommenen Dörfer. Dort soll es keine doppelten Namen geben, um Zustellern und Rettungskräften die Arbeit zu erleichtern. Während der Vissumer Ortschaftsrat jüngst festlegte, nur noch den Dorfnamen mit der entsprechenden Hausnummer zu verwenden, gab es in Fleetmark am Montagabend längere Diskussionen.

Nach Ansicht der Kommunalpolitiker könnten Änderungen doch auch in Arendsee erfolgen. Dabei rückt der Bahnhof ins Blickfeld. In Fleetmark befindet sich die einzige Station, die im Bereich der Einheitsgemeinde Arendsee noch in Betrieb ist. Für den Ortschaftsrat bildet das Dorf damit ein „Tor zum öffentlichen Nahverkehr“. Ein Grund, warum auf den Namen Bahnhofstraße gepocht wird. Doch dies hat Konsequenzen. In Arendsee gibt es bereits eine Bahnhofstraße. Der Ortschaftsrat schlägt dem Stadtrat vor, eine neue Bezeichnung zu wählen. Davon wären nicht nur Anwohner und Grundstücksbesitzer sondern auch Gewerbetreibende betroffen. An der Verbindungsstraße zwischen B190 und Arendsees Innenstadt befinden sich unter anderem zwei Tankstellen, die Kurapotheke, der Aldi-Supermarkt sowie weitere Geschäfte.

Fleetmark möchte außerdem den Straßennamen „Am Bahnhof“ behalten. Die Bezeichnung gibt es bereits in Kleinau. Diese sollte laut Fleetmarker-Vorschlag vom Stadtrat ebenfalls geändert werden. Kompromissbereitschaft herrscht bei anderen Namen. So könnte die Fleetmarker „Kleine Straße“ (gibt es bereits in Arendsee) künftig „Kleine Velgauer Straße“ heißen. Die Dorfstraßen sollen zusätzlich mit dem jeweiligen Ortsnamen, also Fleetmark, Molitz, Lüge oder Störpke versehen werden.

Ob die Vorschläge Wirklichkeit werden, hängt vom Stadtrat ab. Das Gremium tagt am 28. Februar. Die Fleetmarker Kommunalpolitiker setzten am Montag auf eine „objektive Entscheidung“. Verwundert waren sie über die Ankündigung, dass alle Ortsteile der Einheitsgemeinde die Arendseer Postleitzahl 39619 bekommen sollen. Ab wann dies gilt, ist aber noch unklar. Ortsbürgermeister Klaus Ahlfeld möchte nun den Brief von der Post, der im Arendseer Rathaus liegt, selbst lesen.

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