Ausbauliste für Stadtstraßen

Ehrgeizige Ausbaupläne: 4,7 Millionen Euro müssen Kommune und Anlieger berappen

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Der Südbockhorn steht auf der Prioritätenliste auf Platz 3. Die Piste soll für rund 1,5 Millionen Euro 2017 und 2018 auf Vordermann gebracht werden – das ist der Plan.

Salzwedel. In der Hansestadt sollen von 2017 bis 2022 7,13 Millionen Euro in den Straßenbau investiert werden. So jedenfalls sieht es die „Prioritätenliste 2016 bis 2019“ vor, die am heutigen Freitagabend, 15. Januar, ab 17 Uhr dem Bauausschuss vorliegt.

Dieser tagt öffentlich im Hansezimmer des Rathauses.

Von den 7,13 Millionen Euro, die die Vorhaben kosten – wenn diese denn so umgesetzt werden (können) – sind 3,046 Millionen Euro förderfähig. Das heißt, dass die Hansestadt knapp 2,44 Millionen Euro Zuschüsse bekommen könnte. Ergo muss der Rest – fast 4,7 Millionen Euro – aus der Stadtkasse und von den Anwohnern berappt werden.

Folgende Straßen werden auf der Prioritätenliste vorgeschlagen:

1. Die Ackerstraße

... ist mit 1,25 Millionen Euro veranschlagt. Laut Liste sollen im nächsten Jahr 40 000 Euro und 2018 1,21 Millionen Euro dafür ausgegeben werden. 500 000 Euro davon sind Fördermittel, 750 000 Euro müssen Stadt und Anlieger beisteuern.

2. Die Altperverstraße

... soll zwischen Chüdenwall und Kreisel Brückenstraße für 950 000 Euro (2017 = 50 000 Euro, 2018 der Rest) ausgebaut werden. Bei 380 000 Euro Zuschüssen bleiben 570 000 Euro für Kommune und Bürger übrig.

3. Der Südbockhorn

... steht mit 1,545 Millionen Euro auf der Liste. 45 000 Euro im Stadthaushalt des nächsten Jahres und 900 000 Euro im Etat 2019 legen die Vermutung nahe, dass die Restsumme (600 000 Euro) im Jahr 2018 verbaut werden sollen. Bei 574 000 Euro Förderung, sind 971 000 Euro aus der Stadtkasse und von den Anliegern zusammenzukratzen.

4. Der Chüdenwall

... schlägt mit 585 000 Euro im Jahr 2020 zu Buche. Förderung: 234 000 Euro. 351 000 Euro bleiben an Stadt und Bürgern hängen.

5. Die Schillerstraße

... zwischen Vor dem Neuperver Tor und Thälmannstraße steht für 2021 mit 990 000 Euro auf der Prioritätenliste. 396 000 Euro Zuschüsse werden erwartet, blieb noch 594 000 Euro für Kommune und Anlieger.

6. Die Thälmannstraße

... soll zwischen Schillerstraße und Vor dem Lüchower Tor 2022 von vier auf zwei Spuren zurückgebaut werden. Das kostet 650 000 Euro und könnte mit 260 000 Euro gefördert werden. Bleiben 390 000 Euro für Stadt und Anlieger.

7. Der Zubringer zur Kleinbahnstraße

... von Löns- bis Bahnhofstraße soll 2022 gebaut werden. Kosten: 1,16 Millionen Euro, 92 800 Euro Zuschüsse sind drin. Knapp 1,1 Millionen Euro würden dann für Kommune und Anlieger bleiben.

8. bis 12. Amerika-Linie

Da der zweispurige Ausbau der Amerika-Linie verschoben wurde, stehen weitere 757 222 Euro in Wartestellung. Die Stadt Salzwedel muss sich an den Bahnübergängen zwischen Groß Chüden und B 190, zwischen Stappenbeck und Riebau, zwischen Groß Chüden und Pretzier, zwischen Königstedt und Klein Gartz sowie am Gehweg an der B 190 am Bahnübergang Pretzier beteiligen.

Die Summen stehen bereits präzise fest, da die Maßnahmen eigentlich bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen sein sollte. Weil die Bahn-Verantwortlichen jedoch mit Plänen aus dem Jahr 1990 hantierten und erst im Verlauf des Ausbaus feststellten, dass diese nicht mehr mit der Wirklichkeit von 2015 übereinstimmen, wurde das Vorhaben kurz vor Fertigstellung gestoppt und erst einmal auf Eis gelegt. Nichtsdestotrotz ist die Stadt – wenn es dann weitergeht – mit einem Eigenanteil von 744 937 Euro dabei.

Von Holger Benecke

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