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Ehemalige Propstei-Kita in Salzwedel soll ins Danneil-Museum integriert werden

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Von: Jens Heymann

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Der Kreistag des Altmarkkreises hat sich am Montag, 27. Juni, zum Kauf des ehemaligen Propstei-Kindergartens samt Teilgrundstück sowie einer weiteren Grünfläche (ehemaliger Spielplatz) entschlossen. © Christian Reuter

Der Kreistag des Altmarkkreises hat sich am Montag, 27. Juni, im Kulturhaus einstimmig zum Kauf des ehemaligen Propstei-Kindergartens samt Teilgrundstück sowie einer weiteren Grünfläche (ehemaliger Spielplatz) entschlossen. Damit soll das angrenzende Johann-Friedrich-Danneil-Museum hinsichtlich Lager- und Konservierungsmöglichkeiten weiterentwickelt werden.

Salzwedel. Der Kaufpreis beträgt 37.420 Euro. Verkäuferin ist die Hansestadt Salzwedel, die den ehemaligen Kindergarten nicht sanieren wollte (geschätzte Kosten 1,5 Millionen Euro). Für das Kreismuseum stellt sich das nun als Glücksfall heraus. Denn bislang werden große Teile der Sammlung in einer Etage des Jobcenter-Gebäudes in Klötze aufbewahrt. Das entspreche aber kaum den erforderlichen Standards, heißt es seitens der Kreisverwaltung.

Das sogenannte Marstallgebäude, also die ehemalige Kita, soll künftig die historische Bibliothek, das Zeitungs- und Museumsarchiv, die Fotobestände und die grafische Sammlung beherbergen. Dadurch soll außerdem Platz im Erdgeschoss des Hauptgebäudes geschaffen werden, etwa für repräsentative Veranstaltungen. Und nicht zuletzt versprechen sich die Verantwortlichen einen einfacheren Zugang zum Bestand für Besucher und Forschende.

Die zusätzliche Freifläche, also der ehemalige Spielplatz der Kita, soll als Außenanlage des Museums dienen. Damit könnte die Attraktivität für Familien gesteigert werden, heißt es in der Begründung für den Kauf. Und auch, dass im entsprechenden Vertrag mit der Stadt Salzwedel notwendige Wegerechte vereinbart werden.

Aus dem Beschluss und den Aussagen der Kreisverwaltung geht hervor, dass der Kreis ursprünglich auch gerne den Vorplatz des Danneil-Museums sowie das gesamte Propstei-Grundstück gekauft hätte. Dem Landrat ist daher durch den Kreistag in einem Unterpunkt des Beschlusses die grundsätzliche Möglichkeit eingeräumt worden, diese noch fehlenden Areale in Zukunft für das Museum erwerben zu können.

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