Es soll voraussichtlich noch bis Ende Oktober gebaut werden

Dumme-Brücke: Knapp drei Monate über den Plan

Die neue Dumme-Brücke kann schon befahren werden. Allerdings nur von Baumaschinen. Die Arbeiten verlängern sich bis Ende Oktober.
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Die neue Dumme-Brücke kann schon befahren werden. Allerdings nur von Baumaschinen. Die Arbeiten verlängern sich bis Ende Oktober.

Salzwedel – Bis Ende Oktober soll an der Dumme-Brücke der Kreisstraße 1376 noch gearbeitet werden. Ursprünglich war der 18. August als Fertigstellungstermin für den Neubau ins Auge gefasst gewesen. Doch der Zeitplan geriet schon kurz nach Baubeginn durcheinander.

Verzögerungen gleich nach Baustart

So mussten nach dem Abriss der alten, aus dem Jahr 1970 stammenden Brücke 260 Tonnen asbesthaltiges Material auf eine Spezialdeponie in Sachsen entsorgt werden. Trotz eines für die Brückenbauer günstigen frostfreien Winters machte dann der Wasserstand der Dumme zu schaffen. Erst Ende März konnte wieder im Flussbett gearbeitet werden.

Diese Verzögerungen konnten nicht mehr aufgeholt werden und haben den gesamten Bauablauf nach hinten verschoben. „Der Altmarkkreis als Bauherr und die beauftragten Unternehmen haben trotz der widrigen Umstände an einer zügigen Umsetzung des Neubaus gearbeitet. Leider sind wir von unvorhersehbaren Ereignissen während des Bauverlaufs nicht verschont geblieben“, kommentierte Bauamtsleiter Andreas Freude.

Dadurch konnte der Überbau der Brücke erst Anfang August betoniert werden. Nun steht noch der Bau der Straßenanschlüsse zu beiden Seiten des Bauwerks auf dem Programm.

Auch dieses muss anders ausfallen, als ursprünglich gedacht. Hintergrund: Ein Grundstückserwerb von nur wenigen Zentimetern scheiterte. Dadurch musste der neue Brückenkörper nur ein wenig versetzt werden. Das zog allerdings einen großen Mehraufwand nach sich. Statt der zuerst geplanten 15 Meter Straße, die auf beiden Seiten zu bauen waren, stehen nun 150 Meter je Seite auf dem Programm.

Zwei Baumaßnahmen – eine Umleitung

Auch die Kosten für das Bauwerk sind gestiegen – um 36,6 Prozent auf etwas über 1,4 Millionen Euro. 331 800 Euro davon konnte der Altmarkkreis an Fördermitteln ergattern.

Mit dem voraussichtlichen Bauende am 31. Oktober bleibt auch die Umleitungsstrecke so lange erhalten. Es ist die gleiche Piste, die auch als Umleitung für die gegenwärtige B 71-Sanierung herhalten muss. VON HOLGER BENECKE

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