Männer vom Bau klotzten vor dem Vatertag noch einmal kräftig ran

Dumme-Brücke: Es geht voran

Das Widerlager der neuen Dumme-Brücke auf der Böddenstedter Seite ist fertig, stadtseitig wurde am Mittwoch das Fundament gegossen.
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Das Widerlager der neuen Dumme-Brücke auf der Böddenstedter Seite ist fertig, stadtseitig wurde am Mittwoch das Fundament gegossen.

Salzwedel – Vor dem Vatertag klotzten die Brückenbauer am neuen Dumme-Übergang der Kreisstraße 1376 noch einmal kräftig ran. Am Mittwoch wurde das Widerlager auf der Böddenstedter Seite fertiggestellt.

Es soll in der nächsten Woche verschalt werden, um das Fundament gießen zu können.

Parallel wurde das Fundament auf der Böddenstedter Seite gegossen. Dort liefen zugleich die Arbeiten an der Böschungstreppe, die für Wartungs- und Kontrolltätigkeiten zu jedem Brückenbauwerk dazugehören. Auch der Flussausbau des Dumme-Bettes im Bereich der neuen Brücke ist etwa zu 80 Prozent abgeschlossen. Dort wurden nach den vom Bauherrn Altmarkkreis geforderten Vorgaben extra Mulden angelegt, in denen später Fische laichen können.

Zeitplan ist wieder aufgeholt

Die im Herbst vergangenen Jahres begonnenen Bauarbeiten hatten sich zunächst verzögert. Beim Abriss der alten Brücke, die aus dem Jahr 1970 stammt und für schwere Fahrzeuge nicht mehr tragfähig war, wurden As-bestverbindungen gefunden. Rund 260 Tonnen belastetes Abbruchmaterial mussten auf eine Spezialdeponie nach Sachsen gebracht werden.

Im Flussbett wurden extra Mulden angelegt, in denen später Fische laichen können.

Die nächste Verzögerung stellte sich dann im Frühjahr ein. Der steigende Wasserstand der Dumme machte Arbeiten im Flussbett unmöglich. Inzwischen haben die Brückenbauer gewaltig aufgeholt. Der Fertigstellungstermin soll gehalten werden. Dieser ist für den 15. August geplant.

Kostenmäßig ist die neue Dumme-Brücke um 36,6 Prozent teurer geworden und auf insgesamt 1,42 Millionen Euro angestiegen. 331 800 Euro davon konnte der Kreis an Fördermitteln einwerben. Die höhere Summe ist durch einen Anstieg der Bau- und Baustoffpreise sowie ein Umplanen zustande gekommen. Letzteres musste geschehen, weil ein Grundstückserwerb von nur wenigen Zentimetern scheiterte und der neue Brückenkörper dadurch etwas versetzt werden musste. Das wiederum zog ein Angleichen der Kreisstraße 1376 nach sich. Statt der anfangs gedachten 15 Meter auf beiden Seiten sind nun 150 Meter auf jeder Seite notwendig.

VON HOLGER BENECKE

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