Zweckverband soll mehrmals im Jahr Rechenschaft ablegen

Drömling: Altmarkkreis will klare Grenzen setzen

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Birgit Seelig vom Zweckverband Drömling wurde im August als neue Leiterin des Kunrauer Naturerfahrungszentrums vorgestellt und rückte erstmal die Karte des Altmarkkreises zurecht. Die Zusammenarbeit mit Salzwedel soll verbessert werden.

Salzwedel. Die Arbeit des Zweckverbandes „Naturschutzprojekt Drömling / Sachsen-Anhalt“ soll künftig genauer betrachtet werden. Der Kreisausschuss empfiehlt dem Kreistag, Rahmenbedingungen aufzustellen (siehe Infokasten).

Dabei geht es auch um die Frage, wie die Arbeit nach dem Ende der Förderperiode 2019 weiterlaufen soll. Der Verband konnte allein von 1992 bis 2012 mithilfe des Bundesamtes für Naturschutz knapp 20 Millionen Euro für investive Maßnahmen im Drömling aufbringen. Zu den Mitgliedern gehören neben dem Altmarkkreis der WWF Deutschland sowie der Bördekreis. Mit Letzterem hat Salzwedel die Rahmenbedingungen bereits abgestimmt.

Kreistagsmitglied Hans-Jürgen Ostermann wollte beim Kreisausschuss am Montagabend wissen, ob darüber hinaus alle Vertreter des Zweckverbandes Bescheid wissen. „Warum sollte ich mit den Fröschen reden, wenn ich den Teich trocken legen will?“, antwortete Landrat Michael Ziche. Er unterstrich zudem, dass die investiven Projekte grundsätzlich abgeschlossen seien. Darum müsse geklärt werden, wie es nach 2019 weiter geht. Kreistagsmitglied Dr. Ilja Karl stellte die Vermutung an, dass sich im Zweckverband ein Eigenleben entwickelt haben könnte. Der Kreistag wird sich nun mit den vorgeschlagenen Rahmenbedingungen beschäftigen.

Von Christian Ziems

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