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DRK-Wohnprojekt vorerst gescheitert

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Von: Lydia Zahn

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Der Grundriss von Haus A, in dem Wohnungen (rechts), der hauseigene Pflegedienst (links) sowie eine Tagespflege (Mitte) Platz finden sollen. Wann die Häuser gebaut werden, steht aber noch in den Sternen. © IGB

Das Salzwedeler Deutsche Rote Kreuz (DRK) plant ein Wohn- und Pflegequartier in der Hansestadt zu bauen. Dafür hatte der Kreisverband extra eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben sowie bereits ein Grundstück gekauft. Doch nun scheint das Projekt vorerst gescheitert, denn unkalkulierbare Baukosten, unermesslich steigende Zinsen und fehlende staatliche Förderungen stellen das DRK-Team vor schwere Hürden.

Salzwedel – Für das Wohnprojekt erwarb der Kreisverband ein Grundstück mit einer Fläche von knapp 5500 Quadratmetern neben der Dialyse an der Eichenallee nördlich der Arendseer Straße. Auf das Grundstück sollten zwei Häuser mit verschiedenen Nutz-weisen gebaut werden. In Haus A sollten so 17 Wohnungen mit 50 bis 98 Quadratmetern für Menschen mit unterschiedlichen Hilfebedarfen Platz finden. Dazu sollte auch der hauseigene ambulante Pflegedienst mit einziehen sowie eine Tagespflege mit 15 Plätzen eingerichtet werden. Haus B war für zweimal zwölf ambulant betreute Wohngemeinschaften gedacht.

Kosten nicht mehr kalkulierbar

Doch nun scheint dieser Traum vorerst geplatzt. Die bisherigen Baukostenkalkulationen seien „für die Tonne“, sagte DRK-Chef Sven Knoche, als er das Wohnprojekt dem Vorstand und seinen Kollegen während der Jahreshauptversammlung vorstellte. Denn staatliche Förderungen seien weggefallen, die Zinsen hätten sich vervierfacht und die Baukosten wären ins Unermessliche gestiegen, legte er dar. „Es ist im Moment einfach nicht umzusetzen“, erklärte Knoche zwar mit bedauern, unterstrich aber: „Das Vorhaben ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.“

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Die rotmarkierten Kästen umranden das vom DRK erworbene Grundstück an der Eichenallee gegenüber der Dialyse in Salzwedel. © IGB

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