Finanzausschuss stimmt Rabatt bei Tierheimhunden zu

Drei Jahre ohne Steuer

Salzwedel – Wer einen Hund aus dem Tierheim oder einer anderen Tierschutzorganisation aus dem Stadtgebiet aufnimmt, soll drei Jahre lang keine Hundesteuer zahlen.

Darauf einigte sich am Mittwochabend der Finanzausschuss und nahm einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion mehrheitlich an.

Allerdings mit einer wichtigen Änderung: Diese Regelung soll pro Tier und nicht pro Halter gelten. Denn die SPD hatte noch vorgeschlagen, die Steuervergünstigung nur einmal für einen bestimmten Zeitraum, etwa zehn Jahre, zu gewähren.

Bürgermeisterin Sabine Blümel machte sich für die Änderung stark. Für sie stehe das Tierwohl an erster Stelle. Bedenken über Leute, die nun in größerer Zahl Hunde zu sich holen könnten, dafür aber gar nicht geeignet seien, wurde von der Mehrzahl der Abgeordneten nicht geteilt. Tierheime würden ohnehin einen potenziellen Halter vorab überprüfen, hieß es am Abend im Rathaus.

Auch der Einwurf der Linken durch Marco Heide, eine Testphase zu installieren, fand keine Mehrheit. Antragsteller Norbert Hundt (SPD) entgegnete, dass sich die Praxistauglichkeit dann schon ergeben werde. Blümel dazu: „Bei Missbrauch müssten wir sowieso eingreifen. Dann komme ich wieder in diesen Ausschuss.“ Nichtsdestotrotz will die Bürgermeisterin die Vorabprüfung bei Verhandlungen mit Tierschutzorganisationen ansprechen.

Ausschussvorsitzender Arne Beckmann („Land bis Stadt“) nannte eine Größenordnung von rund 1800 in Salzwedel gemeldeten Hunden. Die neue Regelung würde hingegen nur wenige Tiere betreffen, hieß es.

VON JENS HEYMANN

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