23. Altmark-Meisterschaften am 14. März: Johann Joachim Winckelmann ist Mottogeber

Drei Gänge für begehrten Titel

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Die Hauswirtschaftazubis um Lehrerin Ute Schwarz (r.): Sie agieren hinter den Kulissen der Altmark-Meisterschaften und ihr Catering für die Akteure geht weg wie warme Semmeln.

Altmark / Salzwedel. Die 23. Altmark-Meisterschaft der Köche, Restaurant- und Hotelfachleute verspricht ein kulinarischer Ausflug von der Altmark ins Mediterrane zu werden.

Denn das Thema windet sich rund um den bedeutenden Archäologen Johann Joachim Winckelmann, der am 9. Dezember 1717 in Stendal geboren und am 8. Juni 1768 bei Triest gestorben ist.

Für 60 VIPs werden die Tische gedeckt

Im 250. Todesjahr des berühmten Altmärkers haben die Nachwuchsgastronomen ein besonderes Programm für ihre 60 erlesenen VIP-Gäste aus der gesamten Region zusammengestellt, welches sie am Mittwoch, 14. März, an der Salzwedeler Berufsschule kredenzen werden. Ab 18 Uhr werden die Honoratioren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwartet, der Gala-Abend beginnt eine Stunde später mit einem erlesenen Menü.

Fünf Köche, fünf Restaurant- und fünf Hotelfachleute agieren sozusagen an der Front. Den Köchen stehen dabei weitere sechs Küchenhelfer zur Seite. Zudem ist die Schnittchen-Brigade um Berufsschullehrerin Ute Schwarz im Einsatz, die die Akteure mit kleinen Leckereien versorgen. Diesen steht ein harter Tag bevor, denn die Altmark-Meisterschaften beginnen bereits um 9.30 Uhr. Von da ab haben die 15 Nachwuchsgastronomen, die sich selbst der Herausforderung der Meisterschaft gestellt haben, ein Mammutprogramm zu bewältigen. Für die Köche heißt das zunächst eine Prüfung in Warenkunde, um dann den Warenkorb in Empfang zu nehmen. Dieser beinhaltet von der Jury ausgewählte Zutaten, aus denen jeder Koch für seinen Gästetisch ein Drei-Gänge-Menü zusammenstellen und auch kochen muss. Währenddessen decken die Restaurantfachleute ihren Tisch ein und gestalten diesen nach dem Winckelmann-Motto. Auch das wird von der Jury genaustens bewertet. Die Hotelfachleute müssen in dieser Zeit ihre Fähigkeiten im Bügeln und Knöpfeannähen beweisen.

Härtester Prüfstein ist die Arbeit mit dem Gast am Empfang. Dort erwies sich in den vergangenen Jahren Burghard Bannier als nervigster Kunde. Doch genau dies freundlich und zuvorkommend zu bewältigen, ist Kern dieser Prüfung, die unter den gestrengen Augen eines Teams von versierten Berufsschullehrern und gestandenen Gastronomen aus der Altmark abläuft.

Ebenso, wie auch alles andere an diesem Tag. Dazu zählen bei den Köchen Zubereitung und natürlich der Geschmack der Menüs sowie bei den Restaurant- und Hotelfachleuten der Umgang mit den Gästen am Tisch und deren Umsorgen.

Königsdisziplin ist am Ende des Gala-Diners die Prämierung der Altmarkmeister in den drei Berufen. Die Sieger haben sich damit die Teilnahme an den Landesmeisterschaften erkämpft. Und wenn es auch dort gut läuft, stehen ihnen die Türen zum Bundeswettbewerb offen.

Gäste satt, Gastronomen geschafft

Doch schon die Altmark-Meisterschaft ist eine VIP-Eintrittskarte für das spätere Berufsleben. Das Ende dieses Abends beschert den Gästen ein Spitzenmenü und den Akteuren einen langen kräfte- und konzentrationzehrenden Tag – ein typischer Ablauf in der Gastronomie, wo hinter den Kulissen für zufriedene Gäste geackert wird. Und in der kulinarischen Frage hat die gastronomische Landschaft in der Altmark mehr als Beachtliches zu bieten.

Von Holger Benecke

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