Alexander Netschajew las aus der Antonia de Saint-Exupéry Romanvorlage „Der kleine Prinz“

Nur drei Dornen um sich zu wehren

Vor vollem Haus gastierte der Stendaler Theaterintendant Alexander Netschajew in der Aula des Salzwedeler Kunsthauses. Er las witzig und unterhaltsam aus der Romanvorlage „Der kleine Prinz“.
+
Vor vollem Haus gastierte der Stendaler Theaterintendant Alexander Netschajew in der Aula des Salzwedeler Kunsthauses. Er las witzig und unterhaltsam aus der Romanvorlage „Der kleine Prinz“.

ann Salzwedel. „Großartig“ und „Super“ hieß es bei den über 200 Besuchern am Sonntagabend nach der Vorlesung des Stendaler Theaterintendanten Alexander Netschajewin in der Aula des Salzwedeler Kunsthauses:

Netschajew las witzig und mit einer starken Rhetorik aus der bekannten und beliebten Romanvorlage „Der kleine Prinz“ des französischen Autoren Antonia de Saint-Exupéry. Die gut 120 Minuten waren Unterhaltung pur. Bei seinem zweiten Auftritt im Kunsthaus zog der Intendant mit einer erfrischenden Mischung aus Lesung und freier Rede die Anwesenden in seinen Bann und erntete dafür starken Applaus.

Über 200 Besucher kamen zur kurzweiligen Lesung. Sie amüsierten sich sehr und sparten nicht mit Applaus.

Er erweckte die Figuren mühelos zum Leben und fasste Groß und Klein bei der Hand, um sie in die Welt des kleinen Prinzen zu entführen. Netschajew nimmt sich zwischen kindgerechter Handlung und tiefenpsychologischem Analysepotential dieses wundervollen Stoffes an. „Die Lesung passt sehr gut als Einstimmung auf die Weihnachtszeit“, sagte Kunsthaus-Stiftungsratvorsitzender Dietrich von Gruben. Er moderierte vor der Lesung noch etwas inhaltliches zum Roman.

Moderierte zum Roman: Dietrich von Gruben.

Die Reise des kleinen Prinzen begann zunächst mit der Darstellung von Zeichnungen. Nach dem schwarz-weißen Erdhügel und Elefanten folgte das farbige Bild des kleinen Prinzen und zum Schluss ein Schaf – das lange leben soll. Doch dazu benötigt er zwei Zeichnungen, weil das erste Schaf zu dünn ist, zeichnet er im Anschluss eines mit einer Kiste. Doch Zeichnungen sind nicht die Stärken des kleinen Prinzen. Dann beginnt seine Weltreise zu fünf Planeten. Dabei trifft der Prinz immer wieder auf Blumen, die Dornen haben. Der Prinz liebt die Blumen, besonders die mit vier Dornen. Auf dem ersten Planet kommt er mit einem eitlen Mann zusammen, dann mit einem Säufer, der trinkt, weil er einfach nur vergessen will und im Anschluss auf einen Geschäftsmann, der fünf Millionen Sterne besitzt. Wie kann man Sterne besitzen, fragt der Prinz den Geschäftsmann und bekommt als Antwort: „Weil niemand daran vorher daran gedacht hat, sie zu besitzen.“ Auf Planet Nummer vier lernt der Prinz einen alten Mann kennen, der als Geograf ungeheuerliche Märchen über drei Vulkane schreibt, von denen einer schon erlöschen ist. Aber auch über Blumen textet der alte Mann. „Blumen sind vergänglich und sie haben nur vier Dornen, um sich zu wehren“, erzählt der Alte dem Prinzen. Zurück auf dem Planeten Erde, in Afrika, begegnet der kleine Mann einer Schlange, die sich um seine Beine wickelt. Aber auch einer Blume, die nur drei Dornen hat, begegnet er. „Die Blume kann sich mit drei Dornen wehren. Das ist unfair“, bedauert er.

Die Lesung war Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Am Sonnabend folgt ab 20 Uhr das Pippo Pollina Konzert und am 10. Dezember der Tag der offenen Tür mit dem Weihnachtskartendrucken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare