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Eine Schulpreis-Jury stattete der Lessing-Schule einen Besuch ab

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Von: Lydia Zahn

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Maren Krempin (v.l.), Brigitte Rössing und Dr. Wolfgang Beutel (2.v.r.) schauten sich den Info-Stand des Projekts „Flip“ (Forschendes Lernen in der Praxis) an. © Zahn, Lydia

Die Lessing-Schule hatte in den vergangenen zwei Tagen Besuch einer Schulpreis-Jury. Die Experten begutachteten die Bildungseinrichtung, den Unterricht und führten Gespräche. Der erste Eindruck scheint gut zu sein.

Salzwedel – Alles musste sitzen, darauf hatte sich die Salzwedeler Lessing-Schule schließlich vorbereitet. Die Bildungseinrichtung an der Lindenallee wurde gestern und vorgestern von einer Fachjury besucht. Und diese schaute sich das Gebäude, dessen Gestaltung, den Unterrichtsplan und den Unterricht selbst ganz genau an.

Zur Erinnerung: Die Lessing-Schule ist für den Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch- und der Heidehof-Stiftung nominiert (wir berichteten). Und schon jetzt gehört sie zu den 20 besten Schulen in ganz Deutschland. Um im Wettbewerb weiterkommen zu können, stand nun der Besuch einer Fachjury an.

Brigitte Rössing, ehemalige Grundschulleiterin, Dr. Wolfgang Beutel vom Institut für Didaktik der Demokratie und Dr. Klaus Wild, Geschäftsführer des Zentrums für Schulentwicklung und Evaluation der Friedrich-Alexander-Universität, wurden von Maren Krempin von der Robert-Bosch-Stiftung begleitet. Am Dienstag führten die Experten Gespräche mit Schulleitung, Kollegium, Elternvertretern und außerschulischen Partnern. Außerdem sahen sie sich das Schulgebäude genau an.

Gestern wurde es dann richtig ernst. Die vier begleiteten den Unterricht verschiedener Fachrichtungen und Altersstufen. Zudem unterhielten sie sich mit Schülervertretern. Über ihren Eindruck wollten sie vorerst nicht allzu viel verraten. „Was man aber sagen kann: Es ist klar, dass eine hohe Qualität da ist“, erklärte Wolfgang Beutel. Und was ihm besonders aufgefallen war: „Die große Loyalität untereinander und zur Schule.“ Sowie das Vertrauen der Schüler in ihre Zukunft.

„Es handelt sich ja um eine Schule in einem besonderen Bereich mit benachteiligter Struktur“, fuhr Brigitte Rössing fort und lobte, dass die Kinder von der Bildungseinrichtung aufgefangen würden. Auch das 80-Minuten-Unterrichtsmodell fand Zuspruch bei der Jury. „Es ist eine kreative Lösung, wie mit dem Problem Lehrermangel umgegangen wird“, erkannte Rössing an.

Schuldirektorin Heike Herrmann schien aus dem Lächeln nicht mehr herauszukommen. Sie betonte, dass es nicht ums Gewinnen gehe, sondern um „auch mal von außen beurteilt zu werden“.

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