118 altmärkische Mediziner beteiligen sich an Hausarztzentrierter Versorgung

Der Doktor als Lotse

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Uwe Deh (AOK), Thomas Lichte (Hausarzt), Burghard John (Kassenärztliche Vereinigung) und Stefan Andrusch (Hausärzteverband; v.l.) zogen eine positive Bilanz.

Magdeburg/Altmark. Sachsen-Anhalts Ärzte und Krankenkassen feiern ein Erfolgsmodell. Vor zehn Jahren wurde durch den Hausärzteverband gemeinsam mit der AOK, der IKK gesund plus und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) der erste Hausarztvertrag in Deutschland unterzeichnet.

Die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) sei bundesweit Beispiel gebend und ein wahrer Renner, freute sich Uwe Deh, Vorstand des AOK-Bundesverbandes, auf der Bilanz-Pressekonferenz. Etwa 90 Prozent der Hausärzte in Sachsen-Anhalt entschlossen sich zur Teilnahme. 1342 Ärzte und über 400 000 Versicherte sind beteiligt.

In ländlichen Regionen wie der Altmark spielt der Hausarzt eine wichtige Rolle. Laut Zahlen der KV beteiligen sich von den 49 Hausärzten im Altmarkkreis Salzwedel 46. Im Landkreis Stendal macht lediglich einer der 73 Hausärzte nicht mit. Rund 50 000 Versicherte haben sich altmarkweit für dieses Programm eingeschrieben. Bei der Hausarztzentrierten Versorgung fungiert der Hausarzt als Koordinator und Organisator der medizinischen Behandlung. Er überweist den Patienten nach der Diagnose an entsprechende Fachärzte und steuert den Behandlungsverlauf.

Von Christian Wohlt

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