Märchenpark: Cornelia Wiechmann sieht Marketingpotential und plant Irrgarten

„Die Stadt kann ruhig mehr mit uns werben“

Idylle am neuen Schloss: Besucher schauen sich schon neugierig um, doch fertig ist das Gebäude noch nicht. Märchenpark-Chefin Cornelia Wiechmann hat bereits ein weiteres Projekt im Blick. Salzwedel soll einen Irrgarten bekommen. Und zwar an die Stelle des Duft- und Tastgartens (kleines Bild) direkt neben der Spielscheune. Fotos (2): Ziems

Salzwedel. „Es ist wichtig, den Besuchern immer mal wieder etwas Neues zu bieten“, möchte Cornelia Wiechmann Stillstand im Märchenpark verhindern. Die Chefin blickte während des Kindertages im Gespräch mit der AZ in die Zukunft. So schwebt ihr ein Irrgarten vor.

Als Standort wurde der Tast- und Duftgarten an der Spielscheune auserkoren. „Direkt im Park fehlt der Platz. Wir wollen uns dort nicht zubauen. Noch ist das Ganze aber nur eine Idee. Es gilt jetzt konkrete Pläne zu entwerfen“, unterstrich die Prokuristin.

Einige Details verriet sie aber schon. Die neue Attraktion wird nicht nur aus Naturmaterialien bestehen. Auch einige Mauerstücke sollen verarbeitet werden. „Mir schweben zudem Fenster vor. Durch diese lassen sich verschiedene Bereiche des Irrgartens erblicken, die Besucher kommen aber nicht auf direktem Wege dorthin“, will es Cornelia Wiechmann den Gästen nicht zu einfach machen.

Die Pflanzen des jetzigen Gartens werden soweit wie möglich erhalten und in den Märchenpark gesetzt. „Ich spreche immer wieder mit Besuchern und versuche herauszufinden, ob sie mit der Neugestaltung ein Problem haben. Negative Meinungen sind mir noch nicht untergekommen“, weiß die Chefin.

Während der Irrgarten noch in der Planungsphase ist, gibt es für das neue Märchenschloss einen Einweihungstermin. Und zwar am 18. August mit einem Sommerfest, das von 17.30 Uhr bis Mitternacht läuft. Von außen wirkt das Gebäude schon fertig. Allerdings werden die Figuren für die einzelnen Märchen von den Mitarbeitern individuell gefertigt. Dies dauert seine Zeit.

Neben den Bautätigkeiten hat Cornelia Wiechmann das Marketing im Blick: „Sicherlich sind die Hanse und Baumkuchen die Aushängeschilder. Die Stadt kann aber ruhig auch mehr mit uns werben.“ Sie hat festgestellt, dass Gäste aus anderen Bundesländern Flyer nach einem Besuch mit in ihre Heimat nehmen und dort werben. Ähnliches möchte Sabine Danicke. So wird versucht, über die Hanseverbindungen die Vorzüge des Märchenparks bekannter zu machen. „Gerade für Mütter mit Kindern ist die Einrichtung ideal“, so die Oberbürgermeisterin.

Von Christian Ziems

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