Eine wahrhaft unvergessliche Nacht: Ball mit Musik, Tanz und ganz viel Herzblut im ausverkauften Odeon-Saal

„Die Schützengilde lebt!“

Ein optischer Glanzpunkt war der Auftritt der Tanzschule Müller beim Salzwedeler Gildeball. Sie bewiesen ihr tänzerisches Können am Sonnabend eindrucksvoll. Fotos (5): Köhler

Salzwedel. Die traditionsreiche Schützengilde der Stadt Salzwedel von 1475 machte in der Vergangenheit eher mit internen Streitigkeiten und nicht ausverkauften Veranstaltungen von sich reden.

Das Gesellige und auch die sportlichen Erfolge gerieten dabei immer mehr ins Hintertreffen. Ein Zustand, den natürlich auch die Mitglieder nicht mehr hinnehmen konnten und wollten – der 1. Gildemeister Heiko Werner hatte bereits im Vorjahr zur Kehrtwende aufgerufen. Ein Aufruf, der fruchtete, wie beim traditionellen Gildeball am Sonnabend sichtbar wurde.

Auf einem Gildeball wird natürlich gerne und viel getanzt. Da ließen sich die Gäste nicht zweimal bitten.

„Die Schützengilde lebt!“, unterstrich Heiko Werner und die Anwesenden stimmten ihm zu. Rund 220 Karten wurden verkauft, der Saal des Odeon war sichtlich gut gefüllt und die Stimmung bestens. Dafür sorgte auch das niveauvolle Programm, welches im Beisein von Oberbürgermeisterin Sabine Danicke und zahlreichen Gästen anderer Schützenvereine begeisterte. Die Jiu-Jitsu-Schule Lotos aus Salzwedel vereitelte während ihres Auftrittes sogleich einen „Angriff“ auf Schützenkönig Uwe Strähle. Der Angreifer wurde in Sekundenschnelle von Andreas Eggert aufs Kreuz gelegt. Die Szene entpuppte sich schnell als Teil der Aufführung, die neben Beispielen der Selbstverteidigung auch das Iaido beinhaltete. Iaido ist die Kunst, das Schwert schnell zu ziehen. Und das sie das beherrschen, bewiesen die Schüler der Jiu-Jitsu-Schule.

Eine Kunst ganz anderer Art zeigten dann Teilnehmer der Tanzschule Müller. Die graziösen Tanzdarbietungen der jungen Damen wurden mit viel Applaus belohnt und setzten einen optischen Höhepunkt während des diesjährigen Gildeballs. Der war damit mitnichten beendet – bis weit nach Mitternacht wurde getanzt, gelacht und gefeiert.

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