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Die Pretzierer Briefmarkenfreunde hoffen auf Normalität und ziehen eine Bilanz für das Jahr 2021

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Von: Lydia Zahn

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Frau und Kinder
Carmen Kauffmann, Gruppenleiterin der Pretzierer Briefmarkenfreunde, beim Tauschtag im November 2021. © Privat

Die Nachwuchs-Philatelisten hatten es nicht einfach, während der Pandemie ihr Hobby auszuüben. Doch die Ortsgruppe ließ sich einiges einfallen, um trotzdem weiterhin ihrer Leidenschaft nachgehen zu können.

Pretzier – „Nun liegt bereits das zweite Corona-Jahr hinter uns“, beginnt Carmen Kauffmann, Leiterin der Pretzierer Briefmarkenfreunde, ihren Jahresrückblick.

Schon 2020 waren durch Onlinemedien neue Kontakte geknüpft und bestehende weiter ausgebaut worden, berichtet Kauffmann. Die Beziehungen zu anderen Sammlern wurden nun im Jahr 2021 intensiviert, sodass die Unterstützung der Gruppe kontinuierlich zunahm. Aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland trafen Materialspenden ein.

„So ist die Pretzierer Gruppe inzwischen nicht mehr nur auf den Ort Pretzier bezogen, sondern auch Sammler aus Wittenberg, Gera und Merzig fühlen sich der Gruppe zugehörig“, verrät die Gruppenleiterin.

Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war für Kauffmann der Tag der Jungen Briefmarkenfreunde (TdJB) zum Thema „Historische landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge“. Dieser wurde im September auf dem Hof der Agrarerzeugergemeinschaft Pretzier ausgerichtet – zeitgleich fand auf dem Gelände eine Ausstellung historischer landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen statt.

Mit Fotos der Agrarerzeugergemeinschaft wurde ein Sonderbriefumschlag gestaltet. Vor Ort konnten zudem die Briefumschläge mit passenden Sondermarken frankiert werden.

Ein weiterer Höhepunkt im Jahr 2021: Benjamin Graf nahm erneut an der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft (DMM) teil, die in Vlotho (Nordrhein-Westfalen) ausgerichtet wurde. Mit seinem Teamkameraden Christian Brockmann aus Rosengarten (Baden-Württemberg) belegte er den 3. Platz.

Junge
Benjamin Graf präsentiert Marken. © Privat

Graf hatte für den Wettbewerb ein 24-Blatt-Exponat (A3-Blätter) zum Thema „Schach und Matt“ vorbereitet. „Ich hoffe, dass sich wieder zwei Jugendliche finden, die an der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft teilnehmen werden. Denn Benjamin möchte erst mal nicht mehr“, erklärt Kauffmann. Die DMM findet dieses Jahr vom 23. bis 25. September in Mardorf bei Neustadt am Rübenberge (Niedersachsen) statt.

Die Auswirkungen der Pandemie waren vor allem in Bezug auf die Treffen der Gruppe sowie die Tauschtage zu spüren. So konnten die Philatelisten nur zwei Tauschtage in Magdeburg besuchen.

„Aber wir nutzten die Zeit, um wie immer viel Wissenswertes zu erfahren, neue Kontakte zu knüpfen und vorhandene zu stärken“, erinnert sich Kauffmann. Beim zweiten Tauschtag konnten die Kinder und Jugendlichen nicht mehr teilnehmen – die 2G-Regel verhinderte es.

Einen Lichtblick gab es im Oktober, als es die lang ersehnte Erlaubnis der Bürgermeisterin gab, die Räume der Pretzierer Grundschule wieder für philatelistische Treffen nutzen zu dürfen. Dadurch konnten ein Tauschtag sowie eine Schatzsuche organisiert werden. Kurz darauf war es jedoch schon wieder mit den Zusammenkünften vorbei, denn die gestiegenen Inzidenzzahlen verhinderten die Treffen.

Ein weiterer Rückschlag waren die ausgefallenen Fachvorträge zu Themen der Postgeschichte in Magdeburg. Für dieses Jahr seien aber wieder welche geplant.

„Es bleibt zu hoffen, dass sie stattfinden können, sodass endlich die neue Technik, die der Verein von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt bekommen hat, ausprobiert werden kann“, sagt Kauffmann. Die Gruppe bleibt optimistisch und hat für 2022 bereits Termine für Tauschtage geplant (siehe Infokasten).

In Arbeit ist weiterhin das Projekt mit dem Neigungskurs Imkerei der Jeetze-Schule in Salzwedel zum Thema Bienen, für das schon 2020 reichlich Materialspenden eingegangen waren. Außerdem sollen die Ausstellungen der Werke des Grafikers Gerhard Stauf an der Evangelischen Grundschule in Salzwedel sowie in Wernigerode nachgeholt werden, sobald es die Corona-Situation zulässt, informiert Kauffmann.

Neu für die Pretzierer Briefmarkenfreunde ist seit Ende des Jahres übrigens die Gruppenauktion per WhatsApp. Mittlerweile seien es 25 Sammler in der Auktionsgruppe. Die nächste Versteigerung ist für Sonnabend, 8. Januar, geplant.

Carmen Kauffmann appelliert außerdem an die Nachwuchs-Philatelisten: „Trotz der Corona-Pandemie möchte ich an der Tradition des Gruppenwettbewerbes zu Jahresbeginn festhalten. Briefmarkenmaterial ist genügend vorhanden. Denkt euch also ein schönes Thema aus.“ Bis Ende Februar sollten die Exponate (mindestens vier Blätter) dann bei ihr abgegeben werden.

Die Pretziererin wünscht sich: „Ich freue mich auf die gemeinsame Gruppenarbeit, die hoffentlich bald wieder normal stattfinden kann.“

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