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Die neue Ausstellung von Julia Gubitz vereint Kunst, Architektur und Menschen

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Von: Lydia Zahn

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Die freiberufliche Künstlerin Julia Gubitz (r.) spricht mit Ines Kahrens noch letzte Details ab, bevor die Ausstellung im Lohteich 5a am Freitag eröffnet wird. © Zahn, Lydia

In der Ausstellung von Künstlerin Julia Gubitz geht es um den öffentlichen Raum. Besonders die Werke von Ines Kahrens ziehen dabei die Aufmerksamkeit auf sich. Mit ihren Bildern zeigt sie, wie es in Salzwedel aussehen könnte.

Salzwedel – Ein zeitgemäßer Neubau könnte an der Stelle entstehen, wo ehemals zwei Fachwerkgebäude an der Kreuzung des Lohteichs und der Großen Sankt-Ilsen-Straße standen. Oder etwa ein Verbindungsbau an der Chüdenstraße Ecke Altperverstraße, ein Stadtgarten im Park des Friedens oder eine Weiterführung des Weges entlang der Stadtmauer am Jeetzeumfluter an der Altperverstraße. Ideen hat Ines Kahrens vom Salzwedeler Bauamt genügend. Und die zeigt sie auch. Denn die freiberufliche Künstlerin Julia Gubitz gibt ihr die Fläche dafür.

Gubitz stellt nämlich im Raum für zeitgenössische Kunst im Lohteich 5a ihre eigene Kunst, aber auch die von anderen aus. Unter dem Titel „Das zweite Wohnzimmer ist draußen“ behandelt die Ausstellung den öffentlichen Raum – und seine Interpretation davon. Neben ihren Werken, die sie selbst als Neuerfindung von vorhandenen Formen beschreibt, sind auch Stücke von Walter Yu, ehemaliger Stipendiat, und den Cappellerarchitekten aus Halle (Saale) zu sehen.

Die Künstlerin verbindet nicht zum ersten Mal verschiedene Bereiche miteinander. Sie versucht, dass Wisschenschaft, Technik und Kunst sich die Waage halten. „Die Kunst macht die Wissenschaft etwas weicher, und die Wissenschaft die Kunst etwas transparenter und glaubhafter“, findet sie.

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Die Bilder von Ines Kahrens zeigen, wie es in der alten Hansestadt aussehen könnte. © Zahn, Lydia

Ines Kahrens ergänzt: „Außerdem ist es eine schöne Anregung, um darüber zu sprechen.“ Die beiden Frauen waren gestern in den Räumen, um letzte Details zu besprechen, bevor die Ausstellung am Freitag, 9. September, im Rahmen des Kunstfestivals „Wagen & Winnen“ eröffnet wird. Anschließend bleiben die Kunstwerke vier Wochen hängen und können mittwochs und donnerstags von 14 bis 18 Uhr betrachtet werden.

Die Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Doch was bei dieser Ausstellung besonders auffällt, sind die Bilder von Ines Kahrens. Sie betreffen die alte Hansestadt direkt und zeigen, was sein könnte. Sie verbindet die Moderne mit dem Fachwerk, der Geschichte der alten Hanse- und Baumkuchenstadt.

Der Raum für zeitgenössische Kunst ist aber nicht die einzige Anlaufstelle beim „Wagen & Winnen“ dieses Wochenende. Das komplette Programm ist auf der Internetseite unter wagen-winnen-altmark.de zu finden.

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