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EEG-Umlage: 50 Prozent für die Dörfer im Altmarkkreis Salzwedel gefordert

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Von: Holger Benecke

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Ein junger Mann mit vollem Haar und braunem Vollbart lächelt optimistisch in die Kamera.
Marco Heide (Linke) will den Dörfern 50 Prozent zur Verfügung stellen. © Benecke, Holger

Nach der Fraktion Salzwedel Land haben nun auch die Linken einen Antrag zur EEG-Umlage (EEG = Erneuerbare Energien Gesetz) gestellt. Dabei geht es um die 0,2 Cent je Kilowattstunde, die die Kommunen bekommen können. Dabei sollen nicht nur die Hansestadt profitieren, sondern auch die Dörfer, auf deren Flächen die Anlagen stehen.

Salzwedel – Die Land-Fraktion will, dass die Dörfer 15 Prozent und ein eigener Haushaltsplan dafür eingerichtet wird. Letzteres ist im Rahmen einer Einheitsgemeinde fraglich. Die Linken hingegen wollen den Orten 50 Prozent zubilligen und das Geld den Dörfern über die sogenannten Brauchtumsmittel direkt zur Verfügung stellen. „Einnahmen, die durch Zahlungen der EEG-Umlage – 0,2 Cent pro Kilowattstunde – von Betreibern von Windkraftanlagen und Freiflächen-Soloranalagen erzielt werden, fließen zu 50 Prozent in das Ortschaftsbudget – Brauchtumsmittel – der Ortschaft, auf deren Gemarkung die EEG-Umlage angefallen ist“, sagt Antragsteller Marco Heide im Namen der Linken. Und er nennt Zahlen und Fakten: Pro Hektar und Jahr erzeugt eine Photovoltaik-Freilandanlage 400 000 bis 500 000 Kilowattstunden Strom. 500 000 Kilowattstunden pro Jahr mal 0,2 Cent sind gleich 1000 Euro Maximalertrag EEG-Umlage pro Hektar. Ortschaften erhalten also zwischen 400 (bei 400 000 Kilowattstunden Jahresleistung pro Hektar bis 500 Euro pro Jahr und Hektar. Zehn Hektar würden den Ortschaften 4000 bis 5000 Euro bringen, 50 Hektar 20 000 bis 25 000 Euro. Weiter geht Heide auf die mögliche Nutzung des aufgestockten Ortschaftsbudgets ein: „Über die Brauchtumsmittel der Ortschaften sind keine investiven Maßnahmen möglich. Das Budget kann aber zur Unterstützung örtlicher Vereine genutzt werden. Diese können dann die Mittel zur Brauchtumspflege und zur Entwicklung des Dorfes einsetzen.“

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