Kicker wollen Skatepark unterstützen

Bessere Fördermöglichkeiten und die Stadt wäre Verantwortung sowie Kosten los

Die Skateranlage ist nach jahrelangem Verschleiß von der Stadt wieder auf Vordermann gebracht worden. Kickerchef Marco Heide bietet an, dass sich sein Verein künftig um das Areal kümmert und die Skater dort nach ihrem Gusto weiter agieren können.
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Die Skateranlage ist nach jahrelangem Verschleiß von der Stadt wieder auf Vordermann gebracht worden. Kickerchef Marco Heide bietet an, dass sich sein Verein künftig um das Areal kümmert und die Skater dort nach ihrem Gusto weiter agieren können.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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Die Kickerfreunde haben angeboten, den benachbarten Skaterpark mit zu betreuen und der Stadt damit Last und finanziellen Aufwand abzunehmen. Im Sozialausschuss schieden sich die Geister.

Salzwedel – Im Sozialausschuss ging es am Dienstag um das Verpachten der Skateranlage am Freibad. Der Antrag kam von der Freien Fraktion. Hintergrund: Die Stadt hat 15 000 Euro bereitgestellt, um das Skater-Areal sanieren zu lassen. Die Freien meinen nun, dass die Skater bei den benachbarten Kickerfreuden gut aufgehoben wären. Diese könnten als Pächter ganz andere Fördermittel an Land ziehen als die Stadt, zum Beispiel beim Landessportbund.

Doch dann schieden sich die Geister im Fachausschuss. Denn die Freien hatten nicht mit den Skatern gesprochen, musste Renee Sensenschmidt von den Antragstellern einräumen. Deshalb stimmten alle Abgeordneten bis auf Renee Sensenschmidt dafür, das Thema von der Tagesordnung zu nehmen.

Auch Bürgermeisterin Sabine Blümel riet den Räten, das Thema den beiden Vereinen zu überlassen. Zwar ist die Stadt Eigentümer sowohl der Kicker- als auch der Skater-Grundstücke, doch wolle sie einem Verein nichts wegnehmen, um es einem anderen zu geben. Auch Norbert Hundt (SPD) riet, die Vereine nicht gegeneinander auszuspielen.

Das „Eskadron“ haben die Kickerfreunde bereits gepachtet, das Gelände wieder in Ordnung gebracht und Obstbäume gepflanzt.

Bereits im Vorfeld hatte es um den Jahreswechsel Gespräche zwischen den Vorständen beider Vereine gegeben, bei denen es um dieses Thema ging, so Marco Heide, Vorsitzender der Kickerfreunde Salzwedel, im AZ-Gespräch. „Wir würden als Nachbar gerne auch die Verantwortung für den Skatepark übernehmen und somit die Stadt unterstützen“, nannte er einen weiteren Vorteil. Denn die 65 Kicker haben einen rein personellen Vorteil gegenüber den acht Skatern. „Wir sind bereit, sie in ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen“, zielte Heide auf Fördermittel vom Landessportbund ab. Dort gebe es Fördersätze von bis zu 90 Prozent. „Und für ein Projekt nach den Vorstellungen der Skater könnten wir durchaus 20 000 Euro Eigenmittel aufbringen“, machte der Kickerchef deutlich. Die Skater könnten nach wie vor auf dem Areal agieren, hätten aber nicht mehr die Verantwortung. Und auch die Stadt wäre die Verantwortung los, nannte Heide die Vorteile. Und hofft: „Es wäre schön, wenn die Stadt das Projekt unterstützen würde.“

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