Schule und Corona

Salzwedeler Schüler seit Montag wieder in den Klassenräumen: Präsenzunterricht kommt gut an

Biolehrerin Dora Dziamski unterrichtet eine 8. Klasse des Jahn-Gymnasiums in Salzwedel im Fach Biologie – wieder vor Ort in der Schule.
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Biolehrerin Dora Dziamski unterrichtet eine 8. Klasse des Jahn-Gymnasiums in Salzwedel im Fach Biologie – wieder vor Ort in der Schule.
  • vonLydia Zahn
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Die erste Woche, in der Schüler wieder zum Unterricht in die Schule kommen dürfen, ist vergangen. Nach wochenlangem Fernunterricht über den Bildschirm zu Hause konnten die Schüler am Montag zurück in die Klassenzimmer.

Salzwedel - Die Abschlussklassen hingegen waren durchgehend in den Bildungseinrichtungen in der Stadt unterrichtet worden, um sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Die anderen Jahrgangsstufen konnten nun ebenfalls in die Klassenräume zurückkehren – eingeschränkter Regelbetrieb. Doch wie ist es, wieder im gewohnten Lernumfeld zu sein? Die AZ fragte nach.

Sogenannte A- und B-Wochen-Modelle dominieren den Schulalltag (wir berichteten). Dieses Konzept sieht vor, dass die Schüler abwechselnd zum Unterricht kommen. So auch im Jahn-Gymnasium in Salzwedel. Da Leistungskurse jedoch nicht jede Woche angeboten werden können, funktioniert das System dort etwas anders. Es wird derselbe Stundenplan zwei Wochen hintereinander angeboten. Die beiden Schülergruppen wechseln sich wochenweise ab. Danach gilt für zwei Wochen ein anderer Stundenplan. Erneut lösen sich die Schüler nach einer Woche ab. So können die Schüler trotzdem auf ihre geforderten Stunden kommen, erklärte Schuldirektor Ralf Hoppstock im Gespräch.

Aber was sagen die Schüler dazu, wieder im Klassenzimmer zu sitzen? „Ich finde es gut, weil ich meine Freunde wiedersehe und die Aufgaben von den Lehrern besser erklärt bekomme“, fand die 13-jährige Hanna Meyer. Dem schloss sich Klassenkameradin Lea Sophie Danker (13) an: „Es ist schon schön, wieder in der Schule zu sein. Zu Hause musste ich mir viel selbst beibringen. Hier kann ich die Lehrer direkt fragen.“ Louis Miller hielt dagegen: „Ich finde Homeschooling viel besser. Das kann man sich einteilen und bei Fragen im Internet googeln.“

Die Mehrheit der gestern von der AZ besuchten achten Klasse schien aber froh zu sein, wieder in die Schule gehen zu können. Diesen Eindruck teilte Biologie- und Sportlehrerin Dora Dziamski. Obwohl die Schüler es genossen hätten, etwas länger zu schlafen und sich ihren Tagesablauf selbst einzuteilen.

Ein ähnliches Bild in der Comenius-Schule: „Viele Schüler und Lehrer sind froh, wieder hier zu sein“, berichtete Schulleiterin Doris Beneke der AZ. Und: „Es ist schön, ein Stück Normalität zurückzubekommen.“ Auch dort wechseln sich die Schüler jede Woche ab.

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