Salzwedel steuert 20 000 Euro zur Graffiti-Beseitigung bei

„Die Einwohner verlieren den Mut“

Wer in der Einheitsgemeinde Salzwedel künftig Schmierereien von eigenen, privaten Hauswänden beseitigen lässt, kann finanzielle Hilfe beantragen.
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Wer in der Einheitsgemeinde Salzwedel künftig Schmierereien von eigenen, privaten Hauswänden beseitigen lässt, kann finanzielle Hilfe beantragen.

Salzwedel. Das Stadtbild von Salzwedel aufwerten – dieses Ziel wird mit dem sogenannten „Förderverfahren zur Sprühschädenbeseitigung“ verfolgt. Der Bauausschuss sprach sich dafür aus. Wenn Hauptausschuss und Stadtrat ebenfalls zustimmen, stehen 20 000 Euro bereit.

Betroffene können bis zu 50 Prozent und maximal 300 Euro bekommen. Damit sollen Anreize geschaffen werden, die Graffiti schnellstmöglich zu entfernen. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Ruf und das Ansehen der Stadt Salzwedel durch permanente Schmierereien wesentlich gelitten haben“, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion, die die Sache ins Rollen brachte. „Die Einwohner verlieren den Mut“, so Stadtrat Norbert Hundt, der glaubt, dass Hilfe wichtig ist.

Beim Bauausschuss gab es um das Projekt keine Diskussionen mehr, aber über die Formulierungen. Tylsens Ortsbürgermeisterin Sabine Blümel befürchtet, dass maximal 300 Euro zu wenig sein könnten. Sie schlug vor, dass bei mehreren Schmierereien an einem Gebäude die Summe erhöht werden sollte. Der Bauausschuss hielt an den von der Verwaltung vorgeschlagenen Formulierungen fest (siehe Infokasten).

Wie Bauamtsleiterin Martyna Hartwich erklärte, reicht ein kurzer Antrag, der auch handschriftlich formuliert werden kann. Wichtig sei aber ein aussagekräftiges Beweisfoto.

Von Christian Ziems

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