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Die Arbeiten stehen still: Baustelle Fuchsbergkreisel verzögert sich weiter

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Von: Lydia Zahn

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Baustelle
Um mehrere Monate verschiebt sich das Bauende auf dem Fuchsbergkreisel bei Salzwedel. Bis Februar soll die Vollsperrung bleiben, danach werde der Verkehr vorerst durch eine Ampel in die Hauptrichtungen Salzwedel und Gardelegen (B 71) teilgeöffnet, heißt es vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt. © Heymann, Jens

Die Baustelle am Fuchsbergkreisel bei Salzwedel wird doch nicht planmäßig vor Weihnachten freigegeben, sondern verzögert sich bis ins nächste Jahr. Denn die Arbeiten ruhen witterungsbedingt bis Januar 2023.

Salzwedel – Pünktlich vor Weihnachten sollte die Vollsperrung des Fuchsbergkreisels auf der B 71 / B 248 bei Salzwedel aufgehoben werden. Das hatte Meike Portius, Regionalbereichsleiterin der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, Regionalbereich Nord in Stendal, noch vor knapp einem Monat versichert. Bis dahin sollten die Bauarbeiten abgeschlossen und der Verkehr wieder freigegeben sein. Doch das wird wohl nichts, denn die Arbeiten ruhen.

Winterpause wegen Frost

Wie Andreas Tempelhof, Pressereferent im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, am Freitag mitteilte, könnten die Arbeiten wegen „vorherrschender Witterungsbedingungen“ nicht aufrechterhalten werden. Deshalb hätten die Asphaltmischwerke eine Pause eingelegt und seien in die Winterpause gegangen. Doch wenn keiner arbeitet, kann die Straße auch nicht fertiggestellt werden. Zur Erinnerung: Schon zum Anfang der Bauarbeiten war es zu einer Verzögerung gekommen, bis es dann Mitte August mit dem ersten und Mitte September mit dem zweiten Bauabschnitt losging.

Ex-Stadtchefin von Dauerbaustelle genervt

Erst jüngst hatte sich Alt-Bürgermeisterin Sabine Danicke in ihrer Funktion als Mitglied des Kreistages darüber aufgeregt, dass „dieses Stückchen Kreisel“ nicht fertig werde. So könne es nicht weitergehen, nicht bei den Kraftstoffpreisen und den Umwegen, ärgerte sie sich.

Doch scheinbar muss es so weitergehen. Denn aufgrund noch fehlender Klebeborde und den damit verbundenen nicht fertiggestellten Randbereichen sowie des fehlenden Fugenvergusses ist eine Verkehrsfreigabe der Baustelle weder voll noch halbseitig möglich. Laut Andreas Tempelhof sei die Vollsperrung bis Anfang März beantragt worden. Der Busverkehr werde über den Bypass aufrechterhalten und winterdienstlich abgesichert, versichert der Pressereferent.

Eine der Verkehrsumleitungen führt auch über die Kreuzung Brückenstraße / Ernst-Thälmann-Straße, weshalb dort Baustellenschilder und Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung stehen. Meike Portius hatte vor einem Monat erklärt, dass die Landesstraßenbaubehörde mit Ende der Baumaßnahmen die Kreuzung wieder freigeben und die Sicherungsmaßnahmen entfernen wolle. Ob sich die Fuchsberg-Verzögerung auch auf die Kreuzung in Salzwedel auswirkt, darüber lässt sich nur spekulieren. Denn eine Antwort von der Landesstraßenbaubehörde in Stendal gab es bis zum Redaktionsschluss dazu nicht.

Die Arbeiten am Kreisel gehen also erst einmal nicht weiter. Erst im Januar sollen diese wieder aufgenommen werden, erklärt Tempelhof. Damit der Verkehr aber nicht bis März komplett umgeleitet werden muss, soll es ab Februar durch eine Ampel zur Teilöffnung der Baustelle in die Hauptrichtungen Salzwedel und Gardelegen (B 71) kommen. Weiter informiert Tempelhof, dass nach Öffnung der Asphaltmischanlagen Ende Februar / Anfang März die ausstehenden Asphaltarbeiten in den Verkehrsinseln beziehungsweise den Fahrbahnteilern beendet werden. Der endgültige Abschluss der Arbeiten werde dann noch einmal rechtzeitig bekannt gegeben, beteuert der Pressesprecher aus dem Landesministerium.

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