Spende an die Salzwedeler Tafel / Viele Asylanten / Hinweise auch in Arabisch

Dickes Paket von der Post

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Angelika Lüdke (l.) und Sieglinde Bock helfen seit vielen Jahren bei der Salzwedeler Tafel.

Salzwedel. Dicke Lieferung gestern Vormittag für die Salzwedeler Tafel: Die Deutsche Post schickte ein Auto, vollgepackt mit Lebensmitteln und Kleidung, an die Neutorstraße.

Die Flüchtlingskrise macht sich auch bei der Lebensmittelausgabe bemerkbar.

Die Mitarbeiter der Hilfseinrichtung luden die Waren aus, sortierten sie und verteilten sie dann am Nachmittag an die Bedürftigen. Ehrenamtliche Angelika Lüdke, die selbst 44 Jahre bei der Post tätig gewesen war, hat die Spende organisiert. Alle zwei Jahre ist die Salzwedeler Einrichtung an der Reihe. Die Lebensmittelausgabe versorgt derzeit rund 130 Personengemeinschaften. Flüchtlinge machen mittlerweile den größten Teil der Bedürftigen aus. Deshalb sind alle Hinweise nun auch in arabischer Sprache lesbar. Die Helfer müssen außerdem auf kulturelle Eigenheiten achten, dass beispielsweise kein Schweinefleisch an Moslems geht.

Um bei der Tafel empfangsberechtigt zu sein, müssen die Kunden einen Nachweis vom Sozial- bzw. Rentenamt vorweisen. Die Ausgabe ist zudem nicht umsonst. Mit dem Obolus deckt die Tafel die immensen Fahrtkosten. Neben Privatpersonen sind es vor allem Märkte, die Waren spenden.

Von Jens Heymann

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