Alle halbe Stunde nach Berlin oder Hamburg?

Deutsche Bahn will zum Fahrplanwechsel neues Angebot ab Salzwedel präsentieren

Bahnhof Salzwedel
+
Die Deutsche Bahn will zum Fahrplanwechsel ab Salzwedel ein halbstündliches Angebot zur Fahrt nach Berlin oder Hamburg präsentieren.
  • VonArno Zähringer
    schließen

Ein neues Angebot nach dem Aus für den IRE zum Fahrplanwechsel will die Deutsche Bahn im Dezember ihren Kunden, die von Salzwedel aus in die Metropolen fahren wollen, anbieten. Dann könnten die Fahrgäste einen halbstündlichen Takt zwischen Berlin und Hamburg nutzen.

Salzwedel. „Mit den SuperSparpreisen ab 17,90 Euro und Sparpreisen ab 21,50 Euro können Reisende günstig im ICE, IC oder EC schneller und komfortabler auf dieser Strecke fahren als im IRE“, antwortet Jörg Bönisch, Pressesprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Der neue Winterfahrplan gilt übrigens ab dem 12. Dezember. Wer jedoch beispielsweise in der Reiseauskunft der Bahn auf deren Internetseite als Reisetermin den 15. Dezember und die Strecke von Salzwedel nach Hamburg eingibt, der findet alles andere als halbstündliche Verbindungen. Im besten Fall stündliche. Auch die Transportmittel ICE, IC oder EC sucht der Reisende vergebens. Vielmehr sind Regionalzüge und Metronom im Einsatz. Damit einhergehen auch längere Fahrtzeiten. Nach Hamburg müssen im Durchschnitt eine Stunde und 49 Minuten eingeplant werden. Etwas besser sieht es Richtung Berlin aus.

Die IRE-Verbindung hatte die Deutsche Bahn im Jahr 2014 als zusätzliches Angebot zwischen Berlin und Hamburg eingeführt. Damals habe es auf der Strecke noch deutlich weniger Fernverkehrsverbindungen gegeben (wir berichteten). Wegen der pandemiebedingt „stark zurückgegangenen Nachfrage“ und „unerlässlicher Bauarbeiten für ein leistungsfähiges und modernes Schienennetz“ sei der IRE, der länger brauche und weniger Komfort biete, bereits seit einiger Zeit nicht mehr angeboten worden. „Für die Verbindungen zwischen Stendal, Salzwedel, Uelzen und Lüneburg nach Hamburg beziehungsweise Berlin gibt es daneben auch gute Alternativen mit Nahverkehrszügen“, berichtet Bönisch auf Anfrage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare