1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Salzwedel

Die Stadt stellte den Anwohnern der Lönsstraße den Bauplan vor 

Erstellt:

Von: Lydia Zahn

Kommentare

menschen
Bauamt und Planer informierten die Anwohner am Montagabend im Kulturhaus zum geplanten Ausbau der Lönsstraße in Salzwedel. © Zahn, Lydia

Geringe Fahrbahnbreite, zu wenige Parkplätze für Anlieger und Besucher, einseitiger Gehweg, Löcher in der Fahrbahn, unbefestigte Wege – die Salzwedeler Lönsstraße befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Der geplante Umbau der Lönsstraße von der Schillerstraße bis zur Kreuzung Tuchmacherstraße einschließlich zweier Stichstraßen wurde Montagabend von Bauamt und Planer im Kulturhaus vorgestellt.

Salzwedel – Laut Haushalt sind 783 000 Euro für das Vorhaben eingeplant. Für den Ausbau ist eine Gesamtstrecke von 425 Metern (244 Meter Lönsstraße, 99 Meter Tuchmacherstraße, 82 Meter Stichstraßen) vorgesehen. Neben den Abbruch- und Rückbauarbeiten werden 225 Meter Regenwasserkanal zuzüglich 15 Straßenabläufe erneuert.

Die Fahrbahn einschließlich Gosse und Borden wird neu gemacht und die Höhendifferenz zwischen Radweg und Fahrbahn ausgeglichen. Die Gehwege sollen mit grauen und die Zufahrten sowie die Parkflächen mit anthrazit-farbenen Steinen gepflastert werden.

Der VKWA (Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung) sorgt für die Reparatur des Mischwasserkanals und des Trinkwassersystems. Die Avacon kümmert sich um den Ersatzneubau eines Niederspannungs- und Gasleitungsnetzes und verlegt ein Leerrohrsystem.

menschen
Die Baupläne wurden von den Anwohnern ganz genau unter die Lupe genommen. © Zahn, Lydia

Zudem werden aufgrund der Bauarbeiten und der Verbreiterung der Fahrbahn Bäume gefällt. Diese sollen aber nachgepflanzt werden. Bianka Niemeyer vom Planwerk Salzwedel hat dabei Felsenbirnen im Kopf. „Es ist ein ortstypischer und heimischer Baum“, erklärte sie während der Anliegerversammlung.

Die Felsenbirnen würden um die drei bis fünf Meter breit und sechs bis acht Meter hoch wachsen. Und auch die Straßenlaternen sollen erneuert werden. Dafür sind Mastleuchten mit Dreieckauslegern mit einer Höhe von vier Metern geplant.

Der Baubeginn wurde von 2022 auf Ende Februar 2023 verschoben. Insgesamt soll der Ausbau acht bis zehn Monate dauern und in Teilabschnitten erfolgen. Der Zugang zu Grundstücken werde zu jeder Zeit gewährleistet.

Anwohner wollten es genau wissen

Rund 35 Anwohner und auch Stadträte waren zu der Infoveranstaltung gekommen. Einige Anlieger wollten wissen, ob sie denn nun einen Beitrag zahlen müssen oder nicht. Bauamtsleiterin Martyna Hartwich erklärte, dass die Straßenausbaubeiträge zwar abgeschafft, die Erschließungsbeiträge aber weiterhin gelten.

Je nach Standort des Grundstücks muss also gezahlt werden oder nicht. Da die Lönsstraße bereits erschlossen ist, fallen dabei keine Kosten für die Anlieger an. Die beiden unbefestigten Stichstraßen wurden jedoch noch nicht erschlossen.

Ein weiteres Anliegen der Bewohner: eine Verkehrsberuhigung. Entweder als Aufpflasterung – das hielt Hartwich für keine gute Idee, weil es damit zu sehr zu Erschütterungen kommen würde – oder eine Straßenverengung. Die Bauamtsleiterin versprach, das aufzunehmen und prüfen zu lassen.

Auch interessant

Kommentare