Der Ball soll wieder rollen

Brietzer wollen Sportplatz und Vereinsheim wieder zum Leben erwecken

fußballer
+
Der 24-jährige Vereinsvorsitzende Gustav Gercke (Zweiter v. r.) hofft gemeinsam mit Lennard Budras, Sebastian Reinschild und Leon Schulz auf die Wiederbelebung des SV Brietz.
  • VonArno Zähringer
    schließen

Geht es nach dem Wunsch Gustav Gerckes, seines Zeichens Vorsitzender des SV Brietz, und Ortsbürgermeister Wolfgang Kappler, dann sollen Sportplatz und Vereinsheim wieder mit Leben erfüllt werden. „Wenn alles nach Plan läuft, dann soll der Spielbetrieb im kommenden März wieder aufgenommen werden“, sagt Gustav Gercke im Gespräch mit der AZ. Ihm und seinen Mitstreitern Lennard Budras, Sebastian Reinschild und Leon Schulz ist die Vorfreude anzumerken.

Salzwedel - Bis 2015 ist in Brietz gekickt worden. Danach wurde alles dichtgemacht. Wolfgang Kappler hat seitdem lediglich immer wieder nach dem Rechten gesehen und die Zählerstände abgelesen. Auch der größte Teil des früheren Mobiliars wurde verkauft. Tische, Stühle, Spülmaschine. Es fehlte an Geld. 500 Euro gab es noch 2012 vom Brietzer Ortschaftsrat.

Den Großteil des Mobiliars verkauft

„Wir versuchen alles, um den Verein zu unterstützen“, sagte Kappler damals. Schließlich stellte der Verein einen Antrag auf einen Zuschuss von 1000 Euro jährlich. Doch daraus wurde nichts. Bereits 2011 hatte die Stadt dem Brietzer Sportverein den Bewirtschaftungsvertrag für das Sportlerheim gekündigt.

Trotzdem hoffen die Brietzer Fans des runden Leders, dass es wieder weitergeht. Der Ortschaftsrat unterstütze das Projekt, den Verein wiederzubeleben, sagt Kappler. Deshalb habe er auch mit der Stadt und Bürgermeisterin Sabine Blümel verhandelt, die grundsätzlich Unterstützung zugesagt hat. Der Verein benötigt einen langfristigen Pachtvertrag (nicht unter 15 Jahren). Nur dann könne der Verein Fördergelder beantragen.

Auch Trainerbänke sind in Brietz inzwischen angeschafft worden.

Das scheint nun eventuell zu klappen, denn verschiedene Ausschüsse haben sich mit dem Thema inzwischen befasst. Was dabei herausgekommen ist? Ob die Hansestadt einen jährlichen Zuschuss gewährt? Kappler konnte, wollte und durfte dazu nichts sagen, schließlich war der SV Brietz Gegenstand nicht öffentlicher Sitzungen. Letztlich fällt der Stadtrat am Mittwoch, 22. September, eine Entscheidung. Und natürlich hoffen die Brietzer Fußballer, dass es gelingt, eine Mehrheit für ihr Ansinnen zu finden.

Nachwuchs und Sponsoren gesucht

Sie selbst legen die Hände allerdings nicht in den Schoß und warten ab, was passiert. Bereits im März, Anfang April wurde die Spielfläche neu eingesät. Ein Jahr muss nun der Platz ruhen, bis er bespielt werden kann. Auch den Brunnen haben die Freiwilligen in Ordnung gebracht, damit die Beregnungsanlage wieder genutzt werden kann. Zudem sind Trainerbänke angeschafft worden. Und es gibt den Plan, das Brietzer Vereinsheim zumindest anzustreichen, damit die Vereinsfarben blau und weiß wieder mehr zur Geltung kommen. Natürlich hoffen die Fußballer auch auf weitere Sponsoren, die sie dabei unterstützen, den SV Brietz wieder auf eigene sportliche Füße zu stellen. Denn momentan werden die Fußballspiele noch im Werner-Seelenbinder-Stadion in Salzwedel ausgetragen, zum Training geht es zur Berufsbildenden Schule (BBS) des Altmarkkreises.

Gustav Gercke, der 24-jährige Vorsitzende des Vereins und Nachfolger von Stefan Fanknowsi, hofft, dass sich Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren melden, die gerne in Brietz kicken wollen. Denn ein langfristiges Ziel ist, in Brietz wieder eine Jugendmannschaft aufstellen zu können. Und natürlich sind aktive Erwachsene angesprochen, sich zu melden, wenn sie ihre Kickschuhe künftig für den SV Brietz schnüren wollen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare