Biotonne ab 2017 / Papierabfuhr wird neu geregelt / Gesprächsbedarf bei Windeln

Deponie GmbH übernimmt künftig mehr Aufgaben

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Die kreiseigene Deponie GmbH Gardelegen könnte ab dem nächsten Jahr den Abtransport von Papiercontainern und Tonnen übernehmen.

Altmarkkreis. „Was ist mit Gaststätten?“, wollte Elke Filter beim Umweltausschuss am Donnerstagabend wissen. Während der Sitzung ging es um die Biotonne, die unter anderem für Essensreste vorgesehen ist. Doch bei Gaststätten gelten besondere Hygienevorschriften.

Spezielle Entsorger kümmern sich jetzt darum. Für die Biotonne, die am 1. Januar 2017 zunächst in den Einheitsgemeinden Salzwedel und Gardelegen sowie dem Ortsteil Kalbe eingeführt werden soll, ist die kreiseigene Deponie GmbH Gardelegen zuständig. Deren Geschäftsführer Steffen Romatschke unterstrich, dass die Freiwilligkeit eine entscheidende Rolle spielt. Das heißt: Wer andere legale Möglichkeiten zum Entsorgen das Bioabfalls hat, kann diese auch weiterhin nutzen. Amtsleiterin Katrin Pfannenschmidt kündigte an, dass das Thema Gaststätten verwaltungsintern noch einmal besprochen wird. Zudem soll es, wenn die Tonne eingeführt wird, eine konzentrierte Offensive in Sachen Öffentlichkeitsarbeit geben. Generelles Ziel ist es, das neue Angebot so flexibel und kostengünstig wie möglich auf die Beine zu stellen.

Neben der Biotonne könnte die Deponie GmbH ab dem nächsten Jahr auch den Abtransport von Papier übernehmen. Derzeit übernimmt dies die ALBA Niedersachsen-Anhalt GmbH. Der Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Das Sammeln und Abfahren soll dann unter kommunaler Regie passieren. Beim Verwerten will der Kreis mit einer privaten Firma zusammenarbeiten.

Der neue Weg soll beschritten werden, um die Deponie GmbH wirtschaftlich zu stärken. Denn der Fahrzeugpark kann besser ausgelastet und das Personal flexibler eingesetzt werden. 2014 sind auf dem Kreisgebiet rund 4700 Tonnen Altpapier gesammelt worden. Für das Verwerten gab es Geld. Damit konnten die Kosten aber nicht komplett gedeckt werden.

Eine für den Kreis neue Variante zum Trennen von Müll will die Kreistagsfraktion der Partei Die Linke prüfen lassen. Fraktionsvorsitzende Gabriele Gruner stellt den Antrag für die Windeltonne vor. So erklärte sie, dass eine Tonne oder spezielle Säcke zum Einsatz kommen könnten. Bis zum Ende des Jahres soll es eine Entscheidung geben.

Von Christian Ziems

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