Friedrich Gartz soll nicht in Vergessenheit geraten

Ein Denkmal weckt Geschichtsinteresse

+
Das Denkmal für Friedrich Gartz steht scheinbar unbemerkt an der Katharinenkirche. Wer mehr über ihn wissen will, hat es schwer. Infos zu den Bäumen sind auf einer Tafel vermerkt, Details über den einstigen Lehrer sind hingegen nicht zu lesen.

Salzwedel. Ein Gedenkstein für einen Salzwedeler – das hat durchaus Seltenheits-charakter. An der Katharinenkirche steht solch ein Stück Geschichte. Dort wird an Friedrich Gartz erinnert.

Er lebte von 1819 bis 1896 in Salzwedel und gilt als prägender Musikschaffender des Salzwedeler Chorlebens. Friedrich Gartz war Gesangslehrer, Komponist und Organist. Er wirkte mit seinen musikalischen Fähigkeiten unter anderem jahrzehntelang in der St. Katharinenkirche. Allerdings ist nicht auf den ersten Blick deutlich, warum für diesen Mann ein Stein aufgestellt wurde. Denn es gibt dort keine Informationstafel. Das er für Salzwedel aber einiges bewirkt haben muss, zeigt sich auch anderer Stelle. „Geburtshaus des Lehres und Komponisten Friedrich Gartz“, steht an einem Gebäude der St. -Georg-Straße. Auf der Tafel von 1904 ist auch vermerkt, wer sie initiiert hat. Und zwar der einstige Männergesangverein Perver. Bei dem Stadtteilfest am Wochenende war auch Friedrich Gartz Thema. Da sich sein Geburtstag 2019 zum 200. Mal jährt, soll sein Schaffen auch öffentlich gewürdigt werden.

Dr. Gerhard Ruff, Mitglied des Perver Förderverein St. Georg verriet gegenüber der AZ einige Ideen. So gibt es eine wissenschaftliche Diplomarbeit über Friedrich Gartz. Dr. Gerhard Ruff arbeitet daran, diese zu bekommen. Außerdem hat er bereits mit Musikinteressenten gesprochen. Es geht darum, dass Kompositionen aus der Feder des Salzwedelers wieder erklingen. Bei der Kreismusikschule stieß er auf offene Ohren. Friedrich Gartz brachte vor allem für hiesige Männerchöre Noten zu Papier.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare