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Demonstration in Salzwedel für bessere Bedingungen im Gesundheitswesen

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Von: Jens Heymann

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Die angemeldete Demonstration des Aktionsbündnisses Solidarisches Salzwedel führte unter anderem über die Ernst-Thälmann-Straße.
Die angemeldete Demonstration des Aktionsbündnisses Solidarisches Salzwedel führte unter anderem über die Ernst-Thälmann-Straße. Die Marschstrecke begann am Landratsamt und endete im Stadtzentrum. © Heymann, Jens

Rund 220 Menschen haben am Sonnabend in Salzwedel für bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen, für mehr Zusammenhalt mit Corona-Betroffenen und gegen die Protest-Spaziergänge demonstriert.

Salzwedel – Nach einem rund halbstündigen Auftakt vor dem Landratsamt setzten sich die Teilnehmer unter massivem Polizeischutz in Bewegung und erreichten gegen 16 Uhr den Rathausturmplatz in der Innenstadt. Diesen hatte die Polizei abgesperrt. Zahlreiche Menschen, darunter viele unmaskierte, beobachteten den Zug. Auf dem Platz gab es eine Schweigeminute für die Opfer der Pandemie. Anschließend folgten noch einige Reden. Zu etwaigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Protest-Spaziergängern kam es nach Darstellung der Polizei nicht.

Demonstranten mit Transparenten vor dem Salzwedeler Landratsamt.
Die Demonstranten verwiesen mit Transparenten auf eine schlechte Lage im deutschen Gesundheitswesen. © Heymann, Jens

Das Aktionsbündnis Solidarisches Salzwedel hatte zu der Veranstaltung aufgerufen. Ein Sprecher des Bündnisses erklärte gegenüber der AZ, dass sich die öffentliche Corona-Debatte weniger um Impfen oder Nichtimpfen drehen sollte, sondern mehr um die prekäre Situation der Beschäftigten in der Gesundheitsbranche. Das System sei am Limit, hieß es an anderer Stelle. Es werde befürchtet, dass viele Pflegekräfte ihre Arbeit aufgeben.

In Richtung Protest-Spaziergänger wurde gesagt, dass der Rathausturmplatz nicht denjenigen überlassen werden soll, die am lautesten rufen. „Wir haben Versammlungsrecht“, so der Sprecher. Gleichwohl ginge es den Demonstranten nicht um Eskalation mit Meinungsgegnern. Darauf wollte es die Polizei ohnehin nicht ankommen lassen. Zum Schutz der Versammlung gebe es ein erhöhtes Kräfteaufkommen, lautete eine Information aus Polizeikreisen. Zahlreiche Beamte säumten die Straßen.

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