Bündnis gegen rechte Gewalt bringt 450 Menschen in Salzwedel friedlich auf die Straße

Demo für solidarische Gesellschaft

+
Auf zahlreichen Plakaten brachten die Demonstranten ihre Haltung deutlich zum Ausdruck.

Salzwedel. Friedlich demonstrierten am Sonnabendvormittag hunderte Menschen in der Salzwedeler Innenstadt gegen rechte Gewalt und für eine solidarische Gesellschaft.

Ein Bündnis aus Kulturnische, dem Verein Exchange, der Kurve Wustrow, den Parteien Die Linke sowie den Grünen und ZuFlucht Lüchow hatte dazu nach Polizeiangaben 450 Menschen auf die Straße gebracht. Die Ordnungshüter zogen nach dem bunten und lautstarken Protest ein positives Fazit. „Die Demonstration, verlief streckenweise lautstark, aber friedlich und störungsfrei“, informierte Polizeipressesprecher Frank Semisch.

Ein großes Polizeiaufgebot begleitete den Demonstrationszug durch Salzwedel.

Auch die Organisatoren freuten sich über die Teilnehmerzahl: „Das Bündnis wertet dieses als einen vollen Erfolg und ein wichtiges Zeichen gegen ein Klima der Ausgrenzung.“ Sprecherin Carola Schirmacher hatte zu Beginn der Demo am Rathausturmplatz noch mit 150 Teilnehmern gerechnet. Als Grund für den Protest nannte sie zahlreiche „rechte Angriffe auf Geflüchtete und andersdenkende Jugendliche in Salzwedel“ seit Jahresbeginn.

Der Demonstrationszug bewegte sich am Sonnabend – begleitet von Beamten des Polizeireviers Salzwedel sowie Kräften des zentralen Einsatzdienstes der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord – über Breite Straße, Vor dem Lüchower Tor, Karl-Marx-Straße, Nordbockhorn, Neuperverstraße, Burgstraße, Altperverstraße bis zum Nicolaiplatz.

Von David Schröder

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare