DEBA beantragt Insolvenz

Die DEBA in Salzwedel, europaweit führend in der Herstellung von Bädern, hat Insolvenz beantragt. Gestern war Belegschaftsversammlung.

mei Salzwedel. Einer der größten Arbeitgeber der Region, die Salzwedeler DEBA, hat Insolvenz beantragt. Der vom Stendaler Amtsgericht bestellte Insolvenzverwalter ist dennoch zuversichtlich, den Betrieb erhalten zu können. Die DEBA ist einer der größten Fertigbäder-Anbieter in Europa.

Gestern wurde der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zeitgleich erfuhr die Belegschaft davon. Insolvenzverwalter Dr. Mark Zeuner aus Hamburg hatte zwar noch nicht viel Zeit, sich allen Details zu widmen, aber er macht Mut: „Keiner muss den Kopf hängen lassen. Der Betrieb läuft ganz normal weiter.“ Heißt: Die DEBA komme ihren Verpflichtungen gegenüber Kunden und Lieferanten nach, die 250 Angestellten erhalten ihren Lohn.

Die nächsten „zwei bis drei Monate“ könne er überblicken, sagte Zeuner im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Für ihn stehe die Aufgabe, den Betrieb zunächst zu stabilisieren. Dann stelle sich die Frage der Weiterführung: Es könne sein, dass Dritte einsteigen, es könne einen Insolvenzplan geben, in dem man sich mit den Gläubigern auf Vergleiche verständigt, oder aber die Sanierung wird übertragen. Letztere Variante bedeutet Verkauf. „Es wäre toll, wenn wir einen Investor finden“, sagt Dr. Mark Zeuner, aber soweit sei es noch nicht. Insolvenzverwaltung heiße, dass nun Profis kommen, um den Betrieb zu sanieren. Für ihn sei die DEBA nicht das erste Unternehmen in der Altmark. Beispielsweise habe er die Eisengießerei in Tangerhütte verwaltet, „die es immer noch gibt“.

Der Insolvenzverwalter: „Alle sind gefragt, das Beste zu geben. Wenn es läuft, geht es nicht um Abwicklung, sondern um Erhalt des Betriebes.“

Wie genau die DEBA in die finanzielle Misere geraten ist, vermochte der Insolvenzverwalter noch nicht zu sagen. Für ihn heiße die Devise: „Nach vorn gucken!“

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