Trabant- und IFA-Freunde Salzwedel luden zum 18. Mal nach Ahlum ein / Besucherandrang rekordverdächtig

DDR-Nostalgie bis unter die Motorhaube

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Kugelporsche werden diese runden Trabis oft liebevoll genannt. Heute sind die Modelle nicht nur Hingucker. Sie steigen auch wieder im Preis und gelten bei Bastlern als Wertanlage.

Ahlum / Salzwedel. DDR-Nostalgie, die sogar bis unter die Motorhaube reichte und die viel gepriesene Kraft der zwei Kerzen – alles das konnten hunderte Gäste am Wochenende bestaunen. Trabis, Wartburgs und IFA-Stars parkten am Ufer des Ahlumer Sees dicht nebeneinander.

Die Trabant- und IFA-Freunde Salzwedel mit Vereinschef Mathias Simon an der Spitze luden bereits zum 18. Mal Gäste nach Ahlum ein.

Fachsimpeln und Staunen – das war das Motto am Sonnabend. Besuchermagnet waren das Kuchenbuffet und die Tombola.

Fazit der Veranstalter: „Der Besucherandrang ist rekordverdächtig: Allein 170 Teilnehmer zählten wir. Sie kamen mit 132 Fahrzeugen. Dazu kamen aber noch etliche Tagesgäste“, listete Mathias Simon auf. Die Zweitakt-Fans strömten von Anklam bis Zwickau nach Ahlum, um zu campen und zu klönen. Die weiteste Anreise hatten die Freunde aus Holland.

Mike Holzmüller (2.v.l.) kam mit seinem F-8 aus Peine nach Ahlum an den See. Der Oldtimer stammt von 1957 und ist im Originalzustand. „Überrestaurieren ist nicht gut“, so der Besitzer.

Nach dem Kennenlernen und einer gemeinsamen Orientierungsfahrt stand am Sonnabend die Fahrzeugschau auf dem Plan. Außerdem war die große Tombola wieder der Renner, bei der jedes zweite Los gewann. Und eines wurde in Ahlum beim 18. Zeltplatztreffen klar: Die Faszination Trabant ist bis heute ungebrochen. Über 20 Jahre ist es jetzt her, da rollte das letzte Modell vom Band. Doch die Fans zieht die Kraft der zwei Kerzen bis heute in ihren Bann. Hunderte Gäste bestaunten vor allem am Sonnabend bei bestem Wetter die DDR-Oldtimer. Neben den Holländern konnte Mathias Simon von den Trabant- und IFA-Freunden Salzwedel in diesem Jahr aber vor allem mehr Fans aus Niedersachsen und dem Rheinland begrüßen.

Luftzufuhr in Bananen-Optik und alle DDR-Geldscheine unter der Motorhaube: Marcel Kablitz hat sich viel einfallen lassen.

Der 76-jährige Dietrich Gereke aus Gardelegen brachte seinen militärgrünen Antik-Hingucker mit: eine 750er Molotow-Maschine samt Beiwagen und Teller-MG. Mike Holzmüller aus Peine ratterte mit seinem F-8 aus Holz und Stahl an. Sein Motto: „Alles bleibt original und zu viel restaurieren schadet nur.“ Verspielt mag es Danny Hornung. Der Aschersleber hat unter der Motorhaube alles mit Nostalgie-Aufklebern verziert.

Von Kai Zuber

18. Treffen der IFA-Freunde am Ahlumer See

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