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DDR-Haus an der Mittelstraße in Salzwedel wird saniert

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Von: Lydia Zahn

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Das Haus an der Mittelstraße 14 in Salzwedel wird seit Anfang des Monats komplett saniert. Die Arbeiten sollen bis September 2023 dauern. © Zahn, Lydia

Seit knapp dreieinhalb Wochen wird an der Mittelstraße in Salzwedel gewerkelt. Das Gebäude Nummer 14 wird von der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) für rund 900 000 Euro saniert.

Salzwedel – Aus ehemals acht Wohnungen werden nun sechs – dafür mit mehr Platz. So sollen fünf Drei-Raum-Wohnungen und eine Vier-Raum-Wohnung entstehen. Auch der Grundriss soll geändert, die Schnitte zeitgemäßer und größer werden.

Außerdem werden das Dach, die Dämmung, die Fassade und einige Fenster gemacht sowie die Haustechnik energetisch modernisiert inklusive Wärmepumpe und dezentraler Warmwasser-Bereitung. Zur Hofseite werden Balkone für jede Etage angebaut. Die zwei bestehenden Eingangstüren sollen bleiben, damit ein direkter Zugang zu Hof und Keller gewährleistet ist.

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Die Entkernungsarbeiten haben vor knapp dreieinhalb Wochen begonnen und sind so gut wie abgeschlossen. © Zahn, Lydia

Bis September nächsten Jahres sollen die Arbeiten fertiggestellt sein, verrät Bauleiter Normen Thiele-Kleinau. „Die Gewerke können nur nacheinander rein, deshalb dauert es etwas länger“, erklärt er. Dazu komme die enge Zufahrt, die schmale Straße zum Gebäude.

Die Entkernungsarbeiten seien so gut wie abgeschlossen. Die Abbrucharbeiten im Dachgeschoss beendet. Dort sollen ab Ende August die Zimmerer die Arbeit übernehmen, gefolgt von Elektrikern und Sanitärfachleuten.

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Wobau-Chef Christian Märtens (l.) und Bauleiter Normen Thiele-Kleinau im Dachgeschoss des Hauses. © Zahn, Lydia

„Bis auf einige Fenster, die schon einmal gemacht wurden, machen wir alles neu“, führt Thiele-Kleinau weiter aus. Gedämmt wird die Wand der Vorderseite des DDR-Hauses aus dem Jahr 1983 (zur Straße hin) aus denkmalschutzrechtlichen Gründen von innen, die Hof-Seite von außen.

Die Wohnungen sollen dann nach der Sanierung für eine Grundmiete ab sieben Euro pro Quadratmeter angeboten werden, erzählt Wobau-Chef Christian Märtens.

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Die Entkernungsarbeiten haben vor knapp dreieinhalb Wochen begonnen und sind so gut wie abgeschlossen. © Zahn, Lydia

Weitere Projekte der Wohnungsbaugesellschaft in diesem Jahr sind der Rückbau und die Modernisierung der Lindenallee 13 bis 19 (wir berichteten), die Erneuerung der Steigleitungen in der Hopfenstraße 5 bis 9 und der Ernst-Thälmann-Straße 83 bis 89. Zudem werden für rund eine Million Euro leer stehende Wohnungen bedarfsgerecht renoviert.

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