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Das tiefste Innere preisgegeben: 10. Kunstfestival „Wagen & Winnen“ zeigte Kunstperlen der Altmark

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Von: Lydia Zahn, Bernd Zahn

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„Wagen & Winnen“ war in diesem Jahr mit über 130 Künstlern und 45 Ausstellungen an 34 Orten am Start. © Zahn, Bernd

Das Kunstfestival „Wagen & Winnen“ ging in diesem Jahr mit über 130 Künstlern und 45 Ausstellungen an 34 Orten in die zehnte Runde. Das Kunst-Event zog sich über drei Tage. Und auch in und um Salzwedel war einiges los.

Salzwedel – Das Besondere an der Kunst ist, dass sie so vielfältig daherkommt, so viele verschiedene Möglichkeiten hat, sie zu interpretieren. Der Duden definiert die Kunst als „schöpferisches Gestalten aus den verschiedensten Materialien oder mit den Mitteln der Sprache, der Töne in Auseinandersetzung mit Natur und Welt“.

Oder wie Gründungsmitglied Heinrich Herbrügger bei der Eröffnung des Kunstfestivals „Wagen & Winnen“ am Freitagabend im Salzwedeler Bürgermeisterhof sagte: „Künstler geben bei diesem Festival ihr tiefstes Inneres preis. Dafür braucht es Mut und manchmal auch die Qualitäten einer Rampensau.“

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Von einem weichen, kuscheligen Stofftier zu einem Kunstobjekt umfunktioniert. © Zahn, Bernd
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Von einer Brüstung im Gerlach-Speicher bot sich ein besonderer Blick auf die Kunst. © Zahn, Bernd

2022 stand unter dem Motto „Viva Utopia – dem (Un)Möglichen auf der Spur“. Dass Utopien umgesetzt werden können, das ist zweifelsfrei gelungen. Und auch die Idee, Menschen bei „Wagen & Winnen“ zu verbinden, ist geglückt. So kamen Leute miteinander ins Gespräch, die es im alltäglichen Leben wahrscheinlich nie wären. Und noch etwas wurde deutlich: Kunst ist viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint – es ist eine Lebensweise, pure Leidenschaft. Dabei spielt die Nationalität, die Religion, das Alter oder das Geschlecht keine Rolle.

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Die Eröffnung des 10. Kunstfestivals fand im Salzwedeler Bürgermeisterhof in der Innenstadt statt. © Zahn, Bernd

Was in diesem Jahr allerdings auffiel, war, dass mehrere Orte nur karg bestückt waren. Zwei, drei Bilder in einem Raum. Anderorts reihten sich Skulpturen an Skulpturen, Bilder an Bilder. Es weckte manches Mal den Anschein, als wäre nicht genug zusammen gekommen – aber vielleicht sollte es auch absichtlich so sein.

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Die ehemaligen PGH-Modewerkstätten hatten dort ihre Arbeitsplätze. Nach einem Brand eroberte sich die Natur das Objekt kunstvoll zurück. © Zahn, Bernd

Das Fazit ist dennoch positiv. Es wurde einiges geboten in der Altmark und dem Wendland, auch für nicht Kunstaffine.

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