Lockdown sinnvoll nutzen

Hanseat bekommt Schönheitskur: Neuer Farbanstrich und moderne Technik

Marian Stütz neben dem neuem Techniker-Arbeitsplatz im Hanseat.
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Marian Stütz neben dem neuem Techniker-Arbeitsplatz im Hanseat.
  • vonLydia Zahn
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Ob und wann dieses Jahr wieder Kultur Live genossen werden kann, ist unklar. Doch das ist kein Grund im Hanseat alles stehen und liegen zu lassen. Denn die Räume des Clubs werden renoviert.

  • Auf dem neusten Stand: Neue Geräte, Technik und Sanitäranlagen.
  • Bauarbeiten werden finanziert.
  • Lichtblicke in Sachen ausgefallener Konzerte.

Salzwedel – Der Club Hanseat als Soziokulturelles Zentrum an der Altperverstraße in Salzwedel ist Anlaufstelle für Jung und Alt, wenn es um gute Livemusik, Lesungen oder Kleinkunst geht. Seit 1979 gibt es das Hanseat, damals noch als Jugendclub der Stadt geführt. Nach der Wende wurde es zur Spielstätte für innovative, generationsübergreifende Kulturangebote. Doch nach all den Jahren hatten die Räume eine Schönheitskur dringend nötig. Schließlich fanden die letzten größeren Renovierungsarbeiten in den Jahren 1997/98 statt. Lange her.

Oben: Der neuen Tresen im Saal. Unten: So sah die Bar noch im vergangenen Jahr aus.

Renovierungsarbeiten laufen auf Hochtouren

Durch die Corona-Pandemie fielen Veranstaltungen flach. Anfangs noch verschoben, mussten sie schlussendlich doch abgesagt werden. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, laufen seit dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr Renovierungsarbeiten. Angefangen im März mit dem Abbau des Tresens im Saal – der erstrahlt mittlerweile wieder in neuem Glanz. Die Kühlschränke an der Wand mussten ebenfalls weichen. Eine neue Kühlstrecke hinter der Bar soll die Laufwege für die Mitarbeiter verkürzen und Zeit einsparen. Dazu kommt ein neuer, moderner Arbeitsplatz für die Techniker im Bereich der Bühne und eine frische Wandfarbe in allen Räumen. Das knallige Gelb und das Apricot-Orange gehören der Vergangenheit an. Braune und graue Töne lassen eine gemütliche Atmosphäre aufkommen. Die Bühne bekam zwar auch einen neuen Anstrich, dieser blieb aber in der gleichen Farbe – Schwarz. Außerdem wurde die Treppe abgeschliffen und neu lackiert.

Oben: die Wände erstrahlen in einem warmen Braunton. Unten: Das knallige Gelb gehört der Vergangenheit an.

Finanzierung über „Land Intakt“

Zur Zeit werden die Sanitäranlagen auf Vordermann gebracht und die Außenfenster im gesamten Haus restauriert. „Wir haben es auf den Stand der Zeit gebracht“, erklärt Marian Stütz, Geschäftsführer des „Hansa“. Finanziert werden die Arbeiten über das Projekt „Land Intakt – Soforthilfeprogramm Kulturzentren“ des Bundesverbandes Soziokultur, welches sich an Soziokulturelle Zentren, Kulturhäuser sowie Kultur- und Bürgerzentren im ländlichen Raum mit bis zu 20 000 Einwohnern richtet.

Wir warten erst einmal ab

- Marian Stütz, Geschäftsführer -

Und wie sieht es mit der Eventplanung aus? „Wir machen wieder Termine, wenn wir eine Perspektive haben“, verdeutlicht Stütz im Gespräch mit der AZ. Denn als die Lockerungen im vergangenen Jahr kamen und das „Hansa“-Team sich mit den Künstlern in Verbindung setzte, um neue Termine für Konzerte und Co. festzulegen, mussten diese wieder verschoben und schließlich abgesagt werden. Das möchte der Geschäftsführer nun vermeiden. „Wir warten erst einmal ab“, so Stütz. Ein paar Lichtblicke gibt es dennoch. Die Konzerte der Band Keimzeit und des Sängers Andreas Kümmert sollen nachgeholt werden. So auch die Lesung vom zweiten Teil „In the middle of Nüscht – Go West“. Angepeilt ist vorerst die zweite Jahreshälfte. Wann genau es aber wieder losgeht, wird die Zeit zeigen.

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