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Der Präsenzunterricht wird in den Salzwedeler Grundschulen gut angenommen

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Von: Lydia Zahn, Arno Zähringer

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Kinder mit Maske
Gestern begann der Unterricht nach den Weihnachtsferien wieder. Damit einher geht in Sachsen-Anhalt eine Präsenzpflicht in den Schulen. © dpa

Das Fazit ist erfreulich: Für wenige bis gar keine Probleme hat der verpflichtende Präsenzunterricht nach den Ferien in den Schulen der Hansestadt gesorgt. Fast alle Schüler sind erschienen und können auch mit den Corona-Tests gut leben.

Salzwedel – Am Montag hat wieder der Unterricht begonnen. Auch in den ersten beiden Schulwochen nach den Weihnachtsferien wird täglich eine Testung von Schülern und Lehrern (beim Personal nur soweit nicht der Status geimpft oder genesen vorliegt) auf eine Infektion mit dem Covid-Virus erfolgen.

Zudem gilt vonseiten des Ministeriums die dringende Bitte an die Geimpften und Genesenen, sich ebenfalls regelmäßig zu testen. Die Altmark-Zeitung hat in den Grundschulen der Stadt nachgefragt, wie dort mit der Situation umgegangen wird.

In der Perver Grundschule besteht seit Montag „ständige Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände“, berichtet Schulleiterin Angela Ritter-Hundt. Zudem gibt es täglich Tests in der Schule.

Bereits vor den Ferien hatte die Perver Grundschule die Eltern informiert, dass die Präsenzpflicht nicht mehr ausgesetzt sei, sondern alle Schüler am Unterricht teilnehmen müssen.

„Eltern, die das nicht wollen, verweisen wir ans Ministerium. Wir entscheiden darüber ja nicht“, sagt Ritter-Hundt. Es sei schon ein bisschen ein komisches Gefühl, nicht zu wissen, wie viele Kinder kommen werden. Bei den Lehrern ist das einfacher. „Bei uns sind 95 Prozent der Kollegen geboostert.“

Anders sieht es an der Evangelischen Grundschule Stephan Praetorius aus. Wie Lehrerin Anke Böhlert auf AZ-Nachfrage erzählt, seien bisher fast alle Schüler zum Präsenzunterricht erschienen. „Vielleicht drei Kinder kamen nicht“, sagt Böhlert. Bisher hätten sich keine Eltern bei der Schule gemeldet, weil sie Probleme mit der Präsenzpflicht haben.

„Und wenn doch noch was kommen sollte, weisen wir darauf hin, dass es zur Pflicht geworden ist. Denn wir sind genauso an die Verordnung gebunden, wie andere Schulen auch“, verdeutlicht sie.

Maskentragen für alle unangenehm

Für Rektor Falko Pabst war der Montag ein ganz normaler Tag. Relativ viele Kinder seien zum Unterricht in die Jenny-Marx-Grundschule gekommen, „und die, die fehlten, waren ordentlich entschuldigt“, berichtet Pabst auf Anfrage der AZ.

Außer diesen Krankmeldungen sei es ein Tag ohne größere Probleme gewesen. Manche Schüler hätten es zwar als schade empfunden, dass die Ferien vorbei sind. Aber dafür hat Pabst Verständis, denn „das ist ja immer so“, erzählt er amüsiert.

Er hofft, dass es auch in den nächsten Tagen keine Probleme an seiner Schule wegen des Präsenzunterrichts gibt. „Das kann ruhig so bleiben.“ Momentan besuchen rund 190 Kinder die Einrichtung, die in der ehemaligen Kaserne des Ulanenregiments untergebracht ist. In der Sporthalle befand sich vor rund 120 Jahren der Pferdestall.

Der Schulstart bei der Lessing-Grundschule lief ohne Probleme an. Anne-Katrin Janko, stellvertretende Schulleiterin, erzählt der AZ im Gespräch, dass fast alle der 234 Mädchen und Jungen erschienen sind. „Sieben Kinder wurden ordnungsgemäß krank gemeldet. Bei dreien haben wir noch keine Nachricht der Eltern erhalten“, berichtet sie. Sollte bis heute keine Information kommen, wolle die Schule nachhaken.

Der Unterricht findet übrigens immer noch auf dem Gelände des Mehrgenerationenhauses (MGH) an der Sonnenstraße statt.

Für die Kinder würden die Maßnahmen, wie das Tragen einer Maske während der Unterrichtsstunden und das tägliche Testen auf das Corona-Virus, keine Probleme darstellen, verdeutlicht die stellvertretende Schulleiterin. Und: „Sie haben das sehr gut verstanden und angenommen.“

Dennoch stünden mehr Pausen zur Verfügung, da „das Tragen einer Maske für die Lehrer und Schüler unangenehm und anstrengend ist“. So können die Lehrkräfte zwischendurch mit den Kleinen an die frische Luft gehen. Und auch wenn die Ferien nun vorbei sind, die meisten Schüler freuen sich, wieder in der Schule und bei ihren Freunden sein zu können, betont Janko.

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