NS-Opfer an Ritzer Brücke und KZ-Standort gedacht

Danicke: „Keine sorglose Toleranz“

Vize-Bürgermeister Erich Kaiser (v.l.), Oberbürgermeisterin Sabine Danicke, Landrat Michael Ziche, Gabriele Gruner und Ute Brunsch von den Linken legten an der Ritzer Brücke Gebinde nieder.

Salzwedel. Linken-Chefin Ute Brunsch sprach die mahnenden Worte an der Ritzer Brücke – auf der Kranzschleife ihrer Partei stand „Nazis keine Chance“. Damit erinnerte sie auch an die Schändung des Ehrenmals für 244 ermordete KZ-Häftlinge.

Zum anschließenden Gedenken am Tag für die Opfer des Nationalsozialismus am Standort des ehemaligen KZ-Nebenlagers an der Gardelegener Straße waren rund 70 Menschen gekommen, darunter Stadträte fast aller Fraktionen. Dort legte neben Landrat, Oberbürgermeisterin und Linken auch die SPD ein Gebinde nieder. Pfarrer Dr. Matthias Friske sprach im Namen der Stadtkirchen ein Gebet. Sabine Danicke erinnerte an den für ein hochzivilisiertes Land unvorstellbaren geplanten Mord vor über 70 Jahren in Deutschland. Sie wandte sich mit Blick auf das Zwickauer Nazi-Trio gegen „sorglose Toleranz“ und forderte härtere Strafen für Extremisten.

Eine weitere Gedenkstunde gab es am Abend im „Hanseat“.

Von Holger Benecke

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