Danicke: Keine Bühne auf dem „Edelplatz“

Fielmann-Niederlassungsleiterin Serena Schencke (l.), Wirtschaftshofchef Wulf Ohlmeyer und Oberbürgermeisterin pflanzten die ersten der zwölf Fielmann-Platanen auf dem Rathausturmplatz.

Salzwedel. Ende Juli soll der Rathausturmplatz fertig sein. Gestern pflanzte Oberbürgermeisterin Sabine Danicke zusammen mit Salzwedels Fielmann-Niederlassungsleiterin Serena Schencke und Wirtschaftshofchef Wulf Ohlmeyer zwölf Säulenplatanen am Platzrand, die Deutschlands größter Optiker der Stadt gestiftet hat.

„Wir pflanzen Bäume nicht für uns, wir pflanzen Bäume für nachkommende Generationen. Und so hoffe ich, dass noch viele Kinder an diesem Grün Freude haben werden“, sagte Serena Schencke. Unternehmer Günther Fielmann pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, engagiert sich im Umwelt- und Naturschutz. Seit 1999 sind über eine Million Fielmann-Bäume und -Sträucher gepflanzt worden.

Die zwölf Säulenplatanen repräsentieren einen Wert von 2 400 Euro. Oberbürgermeisterin Sabine Danicke freute sich über das Grün: „Die Bäume, die damals hier weggehackt wurden, waren auch nicht billig. Wir pflanzen jetzt aus Wut neue auf dem Platz, den die Salzwedeler immer geliebt haben.“

116 Jahre nach dem Brand des ehemaligen Rathauses erfolgt nun mit der Gestaltung auch eine ökologische Aufwertung. „Der Baum ist das Symbol des Lebens, Naturschutz eine Investition in unser aller Zukunft“, unterstrich Optikermeisterin Schenke. „Gerade in Zeiten knapper Kassen tut es mir als Oberbürgermeisterin gut, dass auch Unternehmen auf mich zukommen, und ich nicht immer Bettelbriefe schreiben muss“, ergänzte Oberbürgermeisterin Danicke.

Sie machte deutlich: „Es soll ein Platz für Alt und Jung, für Bürger und Gäste sein, ein Ruhepunkt und Platz für Aktivitäten.“ Eine Aktivität wird es in diesem Jahr dort nicht geben: eine Bühne zum Niesmarkt. Jürgen Kupfer, der für die Werbegeminschaft den Unterhaltungsteil organisiert, fragte deshalb gestern bei der Pflanzaktion nach, wo er im Oktober zum Niesmarkt die Bühne aufbauen könne. Die Antwort der Oberbürgermeisterin war kurz und knapp: „Das wird kein bebauter Rummelplatz – das wird ein Edelplatz. Der Rathausturmplatz ist Chefsache, dafür habe ich auch genug Prügel bekommen.“ Fazit: Zumindest in diesem Jahr wird es auf dem Rathausturmplatz keine Bühne geben. Dort könne doch gegessen und getrunken werden, so Sabine Danicke.

Zur Erinnerung: Dem Stadtrat wurde im August vergangenen Jahres zum Beschluss der Variante 3 erläutert: „Die Fläche (gemeint ist der Rasenbereich zum Bartels‘schen Grundstück – Anm. d. Red.) wird so gestaltet, dass sie überfahrbar ist, wenn in diesem Bereich eine Bühne aufgebaut werden soll.“

Von Holger Benecke

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