Organisation will Ergänzung im Grundgesetz erreichen / Schreiben an Bundestagsabgeordnete

CSD Altmark fordert Diskriminierungsschutz für queere Menschen

Fahrradsternfahrt Christopher Street Day
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Fahrradsternfahrt zum Christopher Street Day (CSD) 2020: CSD Wendland-Altmark fordert Diskriminierungsschutz für „queere Menschen“.
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Die Organisation CSD (Christopher Street Day) Wendland-Altmark fordert, den Diskriminierungsschutz für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten (queere Menschen) im Grundgesetz festzuschreiben. In dieser Woche richteten die CSD-Vertreter ein entsprechendes Schreiben an die Bundestagsabgeordneten aus dem Altmarkkreis (Eckhard Gnodtke/CDU, Matthias Höhn/Linke, Marcus Faber/FDP) und aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg (Julia Vierlinden/Grüne, Eckhard Pols/CDU).

Salzwedel – Die Organisation CSD (Christopher Street Day) Wendland-Altmark fordert, den Diskriminierungsschutz für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten (queere Menschen) im Grundgesetz festzuschreiben. In dieser Woche richteten die CSD-Vertreter ein entsprechendes Schreiben an die Bundestagsabgeordneten aus dem Altmarkkreis (Eckhard Gnodtke/CDU, Matthias Höhn/Linke, Marcus Faber/FDP) und aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg (Julia Vierlinden/Grüne, Eckhard Pols/CDU).

Die sexuelle Identität darf niemals ein Grund für Diskriminierung sein.

Carsten Krüger, CSD Wendland-Altmark

Konkret geht es um Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes, der einen besonderen Schutz derjenigen Menschen vorsieht, die unter der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Selektionspolitik betroffen waren. „Homosexuelle Menschen sind bis heute davon ausgeschlossen, obwohl insbesondere auch sie im Dritten Reich systematisch verfolgt und ermordet wurden“, betont der Salzwedeler CSD-Vertreter Carsten Krüger. Die Organisation beklagt „das jahrzehntelange gesellschaftliche wie politische Unsichtbarmachen beispielsweise von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern bis in die heutige Zeit“. Dies sei „einer der zentralen Mechanismen von Homophobie“ (Abneigung/Feindseligkeit gegenüber Lesben und Schwulen, d. Red.).

Aufnahme des Merkmals sexuelle Identität in Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz

Die Aufnahme des Merkmals sexuelle Identität in Artikel 3 Absatz 3 sichere diesen Gruppen eine unmissverständliche Anerkennung ihrer Existenz und ihrer Rechte. Sie stelle sicher, so Carsten Krüger weiter, dass sich ein Unrecht, wie es insbesondere in der strafrechtlichen Verfolgung von Schwulen nach Paragraf 175 Strafgesetzbuch (StGB) seinen Ausdruck gefunden hat, auf Basis des Grundgesetzes nicht wiederholen könne.

CSD fordert die Bundestagsabgeordneten auf, die Ergänzung des Artikels 3 Absatz 3 Grundgesetz noch in dieser Legislatur zu unterstützen. Die Initiatorinnen und Initiatoren betonen, „dass auch die sexuelle Identität niemals ein Grund für Diskriminierung sein darf, was ebenfalls durch das Grundgesetz sichergestellt werden muss“.

CSD, Transgender, Queer, LGBT

• Der Christopher Street Day (CSD) ist ein Fest-, Gedenk- und

Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und

Transgender-Personen. An diesem Tag wird für die Rechte

dieser Gruppen sowie gegen Diskriminierung und Ausgren-

zung demonstriert. Quelle: wikipedia

• Ein Transgender ist jemand, der die ihm aufgrund seines

biologischen Geschlechts zugewiesene Geschlechtsrolle

nicht akzeptiert. Quelle::Definition Oxford Languages

• Queer (sprich: kwier) ist ein englisches Wort und bedeutet

„seltsam, komisch“. Eigentlich gehört es zu den Schimpf-

wörtern zur Bezeichnung von Homosexuellen, doch seit

den 1990er Jahren verwenden Lesben, Schwule und Bisexu-

elle das Wort zur Selbstbezeichnung und besetzen es damit

positiv. Quelle: Tagesspiegel

• LGBT ist eine Abkürzung aus dem englischen Sprachraum

und steht für lesbisch/engl. lesbian, schwul/gay, bisexuell/

bisexual und Transgender. Quelle: Wikipedia

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