Udo-Lindenberg-Double Heiko Weiß sorgt für eine Nacht, die keine Fanwünsche offen lässt

Coverband El Paniko macht ihr Ding

Viele Udo Lindenberg-Fans strömten am Wochenende ins Hanseat, um die Lieder des Deutschrock-Urgesteins gemeinsam mit der Coverband El Paniko und dem Katastrophenorchester zu feiern. Fotos (4): Zahn
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Viele Udo Lindenberg-Fans strömten am Wochenende ins Hanseat, um die Lieder des Deutschrock-Urgesteins gemeinsam mit der Coverband El Paniko und dem Katastrophenorchester zu feiern.

Salzwedel. Höchst lebendig, legendär und immer ein Grund um ausgelassen zu feiern: Udo Lindenberg und seine Songs. Mit dem „Sonderzug nach Pankow“ und seinem umjubelten Konzert im Palast der Republik 1983 schrieb Udo Lindenberg deutsche Rockgeschichte.

Seit über 40 Jahren streift er durch die bunte Republik Deutschland, seine Fans sind ihm treu ergeben.

Das machte sich auch am Sonnabend im Hanseat bemerkbar. Auf Einladung des Optikermeisters und Udo Lindenbergfans Dirk Apel brachte die Coverband El Paniko und das Katastrophenorchester die Masse zum Brodeln und sorgte für ein prall gefülltes Hansa-Haus und eine Stimmung, die tropische Temperaturen aufkommen ließ.

Neben einer neuarrangierten Version von „Cello“ gab es viele weitere bekannte „Lindenberg-Ohrwürmer“.

Bereits beim ersten Song „Dr. Feelgood“, aus dem 36. Studio-Album „Stärker als die Zeit“, wurde deutlich: Hier waren absolute Profis am Werk. Gute drei Stunden sorgten Lindenberg-Double Heiko Weiß und sein Orchester für eine panische Nacht, die keine Wünsche offen ließ. Sowohl stimmlich als auch instrumental erstklassig dargeboten, von zahlreichen Kostümwechseln und einer feurigen Bühnenshow unterstützt, gab es von „Jonny Controlletti“ über „Gegen die Strömung“ bis hin zu „Cello“ in einer neuarrangierten Version ein famoses Best-of des Udo Lindenbergschaffens.

Lässiger Hut und Sonnebrille: Einige taten es ihrem Idol gleich und kleideten sich mit Lindenbergs Markenzeichen.

Die Performance und Präsenz insbesondere von Heiko Weiß waren so überzeugend, dass es vielen Fans scheinbar völlig egal war, ob es der echte Lindenberg war oder sein Double. Die dreistündige Show aus wahren Deutschrock-Sternstunden erinnerte an eine Zeit, in der Live-Konzerte noch aus Bands mit Instrumenten bestanden und einem Leadsänger, der die Fans von den Stühlen rockte. „Es lebe die Honky Tonky Show“, brüllte die Panik-Party-Crew am Sonnabend mit. Mit Liedern wie „Ich mach mein Ding“ wurde wieder einmal deutlich, dass Lindenberg unbestritten der Meister der Selbstinszenierung schlechthin ist. Oder wie Lindenberg einmal selbst über sich sagte: „Ich bin von Beruf Udo Lindenberg. Meinen Job gibt es nur einmal auf der Welt!“ Und nach dem Konzert gingen die Besucher mit dem Gefühl nach Hause, dass die Welt, trotz all der Probleme, gar nicht so schlecht ist.

Von Bernd Zahn

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