„Infektionsgefahr eher gering“

Coronavirus: Gesundheitsamt sieht Risiko für den Altmarkkreis nicht zu hoch

Hygiene ist beim Schutz vor Corona das A und O: Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen. Auch Schutzkleidung sowie Hand- und Mundschutz können das Infektionsrisiko verringern. Das wissen auch die Salzwedelerinnen Lysanne Vogler (links) und Anna Meineke, die beide eine medizinische Vorbildung haben und derzeit Urlaub in Bangkok machen.
+
Hygiene ist beim Schutz vor Corona das A und O: Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen. Auch Schutzkleidung sowie Hand- und Mundschutz können das Infektionsrisiko verringern. Das wissen auch die Salzwedelerinnen Lysanne Vogler (links im rechten Bild) und Anna Meineke, die beide eine medizinische Vorbildung haben und derzeit Urlaub in Bangkok machen.

Altmarkkreis Salzwedel – Der gefährliche Coronavirus ist in aller Munde, das Salzwedeler Gesundheitsamt äußert sich ebenfalls zur Krankheit: „Die allgemeine Infektionsgefahr ist hier im ländlichen Raum eher gering“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Bevölkerung soll sich darum „nicht unnötig Sorgen machen“. Sollte es trotzdem zu einem Verdacht kommen, werden folgende Verhaltensregeln empfohlen: Zunächst telefonisch Kontakt mit dem Hausarzt oder dem Krankenhaus aufnehmen. Wer vermutet, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, sollte sich nicht in ein volles Wartezimmer setzen.

Gewissheit bringen Rachenabstrich und Blutprobe. Die Symptome ähneln denen einer Grippe. Dazu zählen Fieber, Ausschlag und Anzeichen einer Atemwegsinfektion. Sollte ein Patient mit dem Virus befallen sein, könnte er im Altmark-Klinikum mit seinen Krankenhäusern Gardelegen und Salzwedel behandelt werden – die Einrichtungen seien darauf vorbereitet. Eventuell müssen die Betroffenen aber in eine Infektionsspezialklinik verlegt werden.

„Das Gesundheitsamt ist ständig mit der Krankenhaushygienikerin des Altmark-Klinikums in Kontakt. Schon bei einem begründbaren Verdacht erhält das Gesundheitsamt eine Meldung und kann dadurch frühzeitig den Ansteckungsweg erörtern, Kontaktpersonen finden und beraten“, informiert die Salzwedeler Kreisverwaltung. Gängige Hygieneregeln sollten grundsätzlich beachtet werden. Dazu gehört regelmäßiges Händewaschen. Auch sollten größere Menschenansammlungen möglichst gemieden werden.

Atemmasken für Mund und Nase schützen ebenfalls vor einer Ansteckung. Die Masken sind sinnvoll bei Menschen, die infiziert sind, Kontakt zu Infizierten haben oder im medizinischen Bereich arbeiten – da der Coronavirus von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen übertragen wird. Einfache Stoffmasken aus Baumwolle sind dafür ungeeignet, erklärt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es sollte auf OP- oder sogenannte FFP-Masken zurückgegriffen werden, da diese eine entschieden höhere Filterstärke aufweisen.

VON CHRISTIAN ZIEMS UND LYDIA ZAHN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare