„China Haus“ hat auf Außer-Haus-Verkauf umgestellt

Corona-Krise in Salzwedel: In der Küche muss der Chef selbst ran

Weil der Großteil der Belegschaft in Kurzarbeit ist, kocht „China Haus“-Inhaber Sathy Yoganathan selbst.
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Weil der Großteil der Belegschaft in Kurzarbeit ist, kocht „China Haus“-Inhaber Sathy Yoganathan selbst.

Salzwedel – So ruhig wie derzeit ist es im Salzwedeler Restaurant „China Haus“ an der Hoyersburger Straße noch nie gewesen. Inhaber Sathy Yoganathan kann sich jedenfalls in den 27 Jahren, seit er das Geschäft führt, an keine solche Situation erinnern.

Noch bis in den März hinein lief es normal, dann verschärfte sich die Corona-Krise und damit behördliche Auflagen. „Zunächst hieß es: maximal 50 Leute und zwei Meter Abstand“, sagt Sathy Yoganathan. Doch dann folgte eine neue Verordnung: schließen.

Das Restaurant ist seit Mitte März ohne Gäste. Vor-Ort-Betrieb ist wie überall derzeit nicht erlaubt.

Geschlossen ist das „China Haus“ allerdings nicht. Lieferservice und Selbstabholung funktionieren wie gewohnt zu den Öffnungszeiten mittags und abends. Ein Ruhetag ist nicht vorgesehen – aber den gab es auch vorher nicht.

Statt im weißen Hemd mit Krawatte hat Sathy Yoganathan nun täglich seine Kochmontur an. Denn er steht selbst in der Küche. Ein Angestellter ist dort ebenfalls aktiv; ein anderer fährt das bestellte Essen zu den Kunden. Der Rest der Belegschaft ist zuhause in Kurzarbeit.

Am Wochenende laufe das Geschäft ganz gut, so der „China Haus“-Inhaber. Werktags sei es hingegen deutlich ruhiger. Der Rückgang in Zeiten der Viruspandemie ist enorm. Er mache nur noch rund zwanzig Prozent seines normalen Umsatzes, verrät Sathy Yoganathan der AZ. „Wenn die Leute vor Ort essen, ist das schon etwas anderes“, spielt er auf die Büfetttage mittwochs und am Wochenende an. Das gibt es bis auf Weiteres erst mal nicht. Stattdessen ist Auswahl aus der Speisekarte angesagt, die auch online (www.chinahaus-saw.de) einsehbar ist.

Dem Restaurant hilft in diesen Zeiten, dass sich das Bestellverhalten der Kunden bereits vorher angepasst hat. Denn neben den klassischen Wegen wie Telefon (Tel. 0 39 01 / 42 34 30) und Vor-Ort-Bestellung ist der Weg über das Internet wichtiger geworden. Viele Wünsche kommen über einen Lieferservice wie beispielsweise Lieferando. Da die meisten Kunden dann auch gleich online bezahlen, gebe es das Problem mit möglicherweise infiziertem Bargeld nicht, heißt es. Die Mitarbeiter und der Chef des „China Hauses“ in Salzwedel selbst lassen alle Vorsicht walten – mit Handschuhen, Abstand und Desinfektion.

Wie lange er diese Situation geschäftlich durchhalten kann, wisse Sathy Yoganathan unterdessen nicht. Denn die laufenden Kosten wie Miete muss er weiterhin bedienen.

VON JENS HEYMANN

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